Was geschah in den dramatischen Stunden zwischen dem 29. und 30.03.1945? „Wir für Eisenbach“ hat die Geschehnisse rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs in unserem Dorf nun in einem besonderen digitalen Format aufbereitet.
Das Osterfest 1945 markiert für Eisenbach einen tiefen Einschnitt in der Dorfgeschichte. Es waren Stunden, die von extremen Gegensätzen geprägt waren: Einerseits herrschten Trauer und Leid, als bei einem Beschuss auf den Ort fünf Zivilisten ihr Leben verloren. Andererseits brachten diese Tage die lang ersehnte Freude und Erleichterung – mit dem Einzug der US-amerikanischen Truppen endete der Zweite Weltkrieg für die Eisenbacher Bevölkerung.
Wann genau die ersten amerikanischen Panzer Eisenbach erreichten, lässt sich heute nicht mehr auf die Minute genau feststellen. Die historischen Quellen und Berichte lassen ein Zeitfenster zwischen dem Nachmittag des 29. März und der Mitternacht zum 30.03.1945 offen. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass die Truppen noch bei Tageslicht oder in der Dämmerung eintrafen.
Besonders gut dokumentiert ist hingegen der Abzug: Am Morgen des 30. März, gegen 7:30 Uhr, brachen die US-Einheiten über die Hessenstraße in Richtung Haintchen auf. Ein entscheidender Moment der Zivilcourage schloss sich hier an, als Bewohner aus Haintchen den Befreiern halfen, die von der SS gelegten Minen zu umgehen.
Um diese 48 Stunden greifbar zu machen, ist auf www.wir-für-eisenbach.de nun ein interaktives Logbuch erschienen. Es führt die Leser chronologisch durch die Ereignisse.