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Selterser Kurier
Ausgabe 17/2026
Kirchliche Nachrichten
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Container vor der Europazentrale auf dem Steinfels – Was

Die insgesamt 80 Doppelcontainer mit Platz für bis zu 160 Personen

Das leere Wohnhaus 5 mit Gerüsten

Ein kleines Containerdorf auf dem Steinfels sorgt für Aufmerksamkeit –doch es ist nur auf Zeit. Was dahintersteckt, ist eine umfassende Modernisierung mit Blick in die Zukunft.

Selters, [Datum] – Aufmerksame Bürgerinnen und Bürger haben es längst bemerkt: Vor dem Tor der Europazentrale von Jehovas Zeugen stehen bereits seit längerer Zeit zahlreiche Wohncontainer. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag, ist Teil einer geplanten und zeitlich befristeten Modernisierungsmaßnahme.

 

 

Der Hintergrund ist die umfassende Renovierung der bestehenden Wohngebäude auf dem Gelände, aktuell des Wohngebäudes „Haus 5“, das seit über 40 Jahren in Betrieb ist. Dazu mussten zunächst alle Bewohner des Wohnhauses in andere Wohngebäude innerhalb des Zweigbüros umziehen. Im Anschluss wird auch „Haus 4“ modernisiert.

Um während der Renovierungsphase ausreichend Unterkünfte bereitzustellen, wurden insgesamt 80 Doppelcontainer errichtet mit Platz für bis zu 160 Personen.

Die Container werden vor allem von Bauhelfern genutzt, die für die Sanierungsarbeiten sowie den laufenden Betrieb erforderlich sind. „Sicherheit und Wohlbefinden der Helfer haben hohe Priorität“, sagt Stock weiter. Die Container sind zweckmäßig und komfortabel ausgestattet: Jede Einheit verfügt über eine Küchenzeile, ein Badezimmer sowie einen kombinierten Wohn-, Schlaf- und Essbereich. Außerdem sorgen Heizung und Klimaanlage für angenehme Temperaturen zu jeder Jahreszeit.

„Wir danken unseren Nachbarn herzlich für ihr Verständnis während der Bauphase“, erklärt Stock abschließend. „Uns ist ein gutes und rücksichtsvolles Miteinander sehr wichtig. Die Containerlösung trägt dazu bei, die Modernisierung zügig und sicher umzusetzen.“

 

 

Schon gewusst? Jeder ist herzlich eingeladen, das neue Besucherzentrum der Europazentrale zu besuchen. Moderne Ausstellungen bieten spannende Einblicke in die Geschichte der Bibel in deutscher Sprache sowie von Jehovas Zeugen in Deutschland und Europa –über die Verfolgung in der NS-Zeit bis hin zu aktuellen Aktivitäten. Der Eintritt ist frei und unverbindlich.

Über 40 Jahre gute Nachbarschaft

Bereits seit über 40 Jahren wohnen circa 1 000 Personen auf dem Steinfels. Hinzu kommen viele Pendler, die regelmäßig aus dem Umland zum Zweigbüro von Jehovas Zeugen kommen, um die Arbeiten dort zu unterstützen. Das Museum im neuen Besucherzentrum zieht obendrein bereits jetzt täglich rund 400 Gäste an. All das kurbelt die Wirtschaft vor Ort an: „Viele umliegende Betriebe wie Supermärkte, Tankstellen, Gastronomie und Hotels profitieren eindeutig davon, dass Jehovas Zeugen hier im Taunus ihr Zweigbüro Zentraleuropa haben“, erzählt Pressesprecher Sebastian Stock. „All die Bewohner und Gäste haben in den letzten 40 Jahren mit Sicherheit viel Leben und auch Geld nach Selters gebracht.“

Doch auch die Religionsgemeinschaft habe vom Standort Selters viel bekommen. „Jehovas Zeugen in Deutschland sind für die über 40 Jahre der guten Nachbarschaft und harmonischen Zusammenarbeit mit der Gemeinde wirklich dankbar.“ Ein schönes Beispiel dafür sei die Feuerwehr Niederselters. „Im Brandfall ist diese Feuerwehr auch für die rund 1 000 Einwohner hier am Steinfels zuständig. Ihre ständige Einsatzbereitschaft für unsere Sicherheit schätzen wir wirklich. Wir fühlen uns hier in Selters wohl und wünschen uns sehr, dass es noch viele Jahre so bleibt.“

(Creditline: Jehovas Zeugen, Archiv Zentraleuropa)