Repro: Geschichtsverein Münster
Selters-Münster (uf) Vor ziemlich genau 100 Jahren gab es in Münster das erste Auto. Es gehörte dem Münsterer Geschäftsmann Karl Hasselbach. „Kaufmanns Karl“ betrieb zeitweise mit seinem Sohn Otto vier Geschäfte: eine Gastwirtschaft mit einer Apfelweinkelterei, einen Gemischtwarenladen und ein Geschäft für Anzug-, Kleider- und Mantelstoffe mit Zubehör und Weißzeug. „Da Münster allein zu klein war für ein solches Geschäft, schaffte Karl Hasselbach Ende der 20er Jahre einen großen Personenwagen an, einen Mercedes 170 S, wohl das erste Auto in Münster, und fuhr mit seinem Sohn Otto in die Nachbardörfer“, wie es in der Münsterer Chronik heißt.
Der Geschichte der Automobilität in Münster will der Geschichtsverein Münster in diesem Sommer nachgehen. Auf der Jahreshauptversammlung im vergangenen Frühjahr war die Idee aufgekommen, nach Bildern und Geschichten zu den ersten Autos in den Münsterer Familien nachzuforschen.
Wer also im Fotoalbum noch Bilder hat mit frühen Automobilen in Münster, möge diese bitte dem Geschichtsverein zur Verfügung stellen. Und gerne auch noch ein paar Geschichten dazu aufschreiben. Vielleicht vom ersten Urlaub oder dem ersten Unfall. Geschichten ums Auto, um Motorräder und Traktoren und um die Geschichte der Automobilität in Münster.
Am Sonntag, dem 13. September, dem Denkmaltag, wird es im Dorfmuseum einen Erzählnachmittag geben zur Münsterer Automobilgeschichte. Und gewiss werden auch manche Bilder und Geschichten in den „Meesterer Geschichtscher“ abgedruckt werden, die im Herbst vom Geschichtsverein herausgegeben werden.
Bilder und Geschichten bitte an den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Matthias Fink.