Lukas Glöckner bei seiner Vorstellung vor dem großen Finale in Wattenscheid.
Auf den Punkt fit zeigte sich LSG-Sprint- und Hürdenass Lukas Glöckner am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid. Genau wie im letzten Jahr bei den Titelkämpfen in Dresden rannte er am Samstag im Vorlauf über 400 m Hürden nicht nur eine neue persönliche Bestzeit, sondern gleichzeitig einen neuen Kreisrekord. Noch nie war ihm der Rhythmus zwischen den insgesamt 10 Hürden so gut gelungen wie in diesem Lauf, berichteten seine Trainer Martin Böhm, der mit vor Ort war, und Sven Medenbach, der das Rennen zu Hause am Bildschirm verfolgte. Nach fulminanten 51,17 s sprintete Lukas als Dritter seines Vorlaufs über die Ziellinie und qualifizierte sich damit als Achter für das Finale der besten deutschen Hürdenläufer am Sonntag. Nur anderthalb Wochen zuvor hatte er beim Abendsportfest in Pfungstadt mit exzellenten 10,71 s auch seinen eigenen Kreisrekord über 100 m um 4 Hundertstelsekunden verbessert und seine hervorragende Sprintfähigkeit bewiesen.
Nur 21 Stunden nach dem Vorlauf über 400 m Hürden stand der 24-Jährige auf Bahn 1 erneut am Start für diese kräftezehrende Disziplin. Mit am Start: Emil Agyekum auf Bahn 6. Der Athlet des SSC Berlin, der am Olympiastützpunkt Frankfurt trainiert, hatte eine Woche zuvor beim Diamond League Meeting in London nach 44 Jahren den Deutschen Rekord von Harald Schmid um drei Hundertstelsekunden verbessert. Er steht damit aktuell auf Platz 7 der Welt. Und er sorgte jetzt in Wattenscheid für ein historisches Rennen: Er stellte mit 47,65 s einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Noch nie war also ein Rennen um die Deutsche Meisterschaft über 400 m Hürden so schnell wie das in diesem Jahr. Wie fantastisch, dass Lukas Glöckner als Athlet der LSG hier mit von der Partie sein konnte.
Erneut gelang dem jungen Mann aus Eisenbach ein beherztes Rennen über die Stadionrunde mit den 10 Hürden. Bis zur Streckenhälfte konnte er erneut ein sehr hohes Tempo gehen. Im zweiten Teil des Rennens musste er jedoch der starken Belastung von zwei sehr schnellen Läufen innerhalb von weniger als 24 Stunden Tribut zollen. Nach 52,71 s überquerte er als Achter die Ziellinie. Insgesamt ein voller Erfolg, der Lukas als einen der Top-Hürdenläufer Deutschlands bestätigt hat.