Um die Mittagszeit entschlossen sich einige Jugendliche des Jugendeinsatzteams (JET) spontan, eine Rettungsübung durchzuführen. Der Vorsitzende der DLRG Ortsgruppe Selters, Hartmut Mors, führte die interessierten Zuschauer durch das Geschehen und erläuterte das Vorgehen. Schnell war ein Szenario überlegt: Badegast Felicitas war im tiefen Schwimmerbecken in Notlage geraten. Rettungsschwimmer Marc-Oliver erkannte die Situation und sprang ins Wasser. Er schwamm den Badegast an und tauchte ab, um den mittlerweile zu Boden sinkenden Badegast zu bergen (dargestellt durch einen 5 kg Reifen). Wieder an der Wasseroberfläche wandte er den Rettungsgriff an und schleppte die verunfallte Person an den Beckenrand. Dort übergab er an Rettungssanitäter Torben, der die verunfallte Person sachgemäß aus dem Wasser hob. Nach Überprüfung der Vitalfunktionen wurde Badegast Felicitas in stabile Seitenlage gebracht.
Nicht immer verläuft es unkompliziert. Der oder die Verunfallte hat oft Wasser geschluckt und bekommt keine Luft. Welche weiteren Schritte bis zum Eintreffen des Rettungswagens unternommen werden müssen, wenn der Badegast keine Vitalfunktionen zeigt, führten Leon und Julius an „Little Ann“ vor. Während Julius „Little Ann“ beatmete, holte Leon den Defibrillator und übernahm die Wiederbelebung, die „Schock“-Therapie.
„Little Ann“ ist eine Puppe mit lebensechter Anatomie: Dies ermöglicht das Zukneifen der Nase, das Überstrecken des Kopfes, das Anheben des Kinns und den Esmarch-Handgriff, damit der Brustkorb sich hebt.