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Selterser Kurier
Ausgabe 37/2026
Nachrichten aus der Gemeinde
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Veranstaltungsreihe in der Münsterer Kiche eröffnet Annäherungen an Heimat Teil 1

Selters-Münster (uf) Einen besonderen Blick auf „Heimat“ gab es bei der ersten Veranstaltung einer neuen Reihe in der Münsterer Kirche. Münsterer Bürgerinnen und Bürger berichteten über zum Teil mehrjährige Aufenthalte in fremden Ländern und Erfahrungen im Zusammenleben, die sie aus diesen mit nach Deutschland gebracht haben. Musikalisch ausgestaltet wurde die Veranstaltung durch die Chöre der Sängervereinigung Harmonie Münster unter Leitung von Nicole Ebel.

„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, so zitierte Gabriele Rittig zur Eröffnung des Abends den Kabarettisten Karl Valentin und eröffnete so eine Veranstaltungsreihe, die in den kommenden Wochen bekannte Autoren, Wissenschaftler und Musikgruppen in die evangelische Kirche in Münster führen wird.

Philosophische und autobiografische Beobachtungen führte die Rechtsanwältin an bei ihren „Annäherungen an Heimat“ und steckte zugleich für die Mitwirkenden einen inhaltlichen Rahmen ab. Denn unter Moderation von Ulrich Finger konnten weitere Münsterer Bürger ihre Erfahrungen aussprechen.

Beispielsweise Hansjürgen Weeber, der als Handwerksmeister und Ausbilder auf Baustellen auf La Réunion und beim Stadionbau in Saudi-Arabien tätig war. „Die Sprache des Technikers ist die Zeichnung“, sagte der Handwerksmeister und berichtete lebendig über seine Erfahrungen auf Großbaustellen zusammen mit Arbeitern aus vielen Ländern: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es in der Regel zurück“. Ehefrau Gertrud, die ihren Mann oft als Übersetzerin begleitet hatte, war angetan von der Toleranz der Menschen in vielen Ländern. „Wenn da auf La Réunion tiefverschleierte Frauen neben Frauen im Bikini rumlaufen, das hat mich sehr beeindruckt.“

Jannik Braun war bereits als Schüler der 10. Klasse in Japan bei einer Gastfamilie und lernte so hautnah Leben und Sprache kennen. Das qualifizierte ihn für einen halbjährigen Aufenthalt als Haustechniker bei der Expo in Japan im vergangenen Jahr. Gerade in der Zeit bei seiner Gastfamilie sei er in diese hineingewachsen und freue sich, dass einige Gäste aus Japan bei seiner Hochzeit im Herbst dabei sein werden.