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Selterser Kurier
Ausgabe 9/2026
Vereine und Verbände
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Bewegung für alle Kinder: Spezialfortbildung für die Kita-Kooperationspartner

Die LSG-Übungsleiterinnen Kerstin Rumpf (vorne) und Brigitte Ohde-Seidel (re.) nahmen zusammen mit ihren Kooperationspartnerinnen aus den Kitas, Sophie Steinheimer für das Auenland (links) und Nicole Weniger-Sawetzki (Mitte) für die Kita Oberselters, an der Spezialfortbildung „mehr Bewegung in den Kindergarten“ der Sportjugend Hessen teil.

„Bewegung für alle Kinder: Wir fördern die Zusammenarbeit von Kitas und Sportvereinen“ - so heißt es auf der Homepage der Sportjugend Hessen, die Trägerin der Initiative „mehr Bewegung in den Kindergarten“ ist. Unter diesem Dach betreibt die LSG seit 2018 eine Kooperation mit der Kita St. Antonius Oberselters und seit 2024 mit der Kita Auenland in Niederselters.

Im Rahmen dieser Kooperationen waren die LSG-Übungsleiterinnen, die die Kooperationen betreuen, und die entsprechenden Fachkräfte aus den Kitas zur jährlichen Spezialfortbildung in den Sportkindergarten Weiterstadt eingeladen.

Inhalte der ganztägigen Fortbildung waren bekannte und neue Bewegungsspiele mit und ohne Musik, praktische Bewegungsgeschichten, Entspannung, Anregungen für die Stundengestaltung mit fantasievollem Geräteeinsatz und Vorschläge für einen bewegten Elternabend. Die Referentin und Buchautorin, Annette Krawietz (Dipl. Sportlehrerin mit dem Schwerpunkt Psychomotorik), betonte noch einmal die Bedeutung von Bewegung und Sport für die frühkindliche Entwicklung.

Psychomotorik ist ein Ansatz, der die Bewegung als Mittel nutzt, um die psychische, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern zu fördern. Es geht darum, durch Bewegung und Spiel die Verbindung zwischen Körper und Geist zu stärken. Beim Balancieren beispielsweise trainiert ein Kind nicht nur seine motorischen Fähigkeiten, es lernt auch, sich zu konzentrieren, Ängste zu überwinden und Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Diese ganzheitliche Entwicklung ist das Herzstück der Psychomotorik.

In der Praxis bedeutet dies, dass im Kindergartenalltag spezielle Aktivitäten angeboten werden, die genau auf diese Verknüpfung abzielen. Das können Spiele sein, die Koordination und Gleichgewicht fordern, kreative Konstruktionsspiele, die sowohl die Feinmotorik als auch das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern, oder Rollenspiele, die helfen, soziale Kompetenzen zu entwickeln.

Durch diese Aktivitäten erfahren Kinder ihren Körper bewusst und lernen gleichzeitig, ihre Emotionen und ihr Verhalten zu steuern. Dies trägt wesentlich dazu bei, ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen aufzubauen. Daher ist Psychomotorik eine Schlüsselkomponente in der frühkindlichen Bildung, die weit über das bloße „Herumtoben“ hinausgeht