Die neue Vorstandsgruppe mit ihrem Vorsitzenden, Richard Euler (links), blickt positiv in die Zukunft.
Bad Soden-Salmünster-Mernes (sg).
Der Nebenraum im Merneser Gasthaus „Zum Jossatal“ war gut besetzt. Neben dem Urgestein und langjährigem Schatzmeister des Vereins, Lothar Röder, saßen Richard Euler und Timo Spaniol, die auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober vergangenen Jahres zum Vorsitzenden beziehungsweise zum Stellvertreter gewählt wurden. Mehrere treue Mitglieder waren gekommen, ebenso wie einige interessierte Gäste. Alle wollten dem Fachvortrag von Wolfgang Schöffer zum „Rebhuhn - Vogel des Jahres 2026“ lauschen, der der Mitgliederversammlung vorangestellt war.
Tatsächlich erlebten die Zuhörer eine kurzweilige, mit vielen Fotos, Abbildungen und anschaulichen Erklärungen gestaltete Präsentation. Sie erfuhren Wissenswertes über die Gewohnheiten sowie den Lebensraum und die Nahrung des heimischen Hühnervogels.
Humorvoll berichtete der Naturschützer von seinen Erlebnissen beim „MsB“. Das „Monitoring seltener Brutvögel“ in Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, Arten mit weniger als 1000 Brutpaaren bundesweit zu erfassen und die Bestandsentwicklung zu dokumentieren.
„Mein Vater war Landwirt und ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind mit ihm über unsere schmalen, aber sehr langen Felder gefahren bin. Da haben sich die Rebhühner richtig wohlgefühlt“, erzählte der Bad Brückenauer. Aufgrund der Flurbereinigung und der damit verbundenen Umstrukturierung der Landwirtschaft ist die Anzahl der Brutpaare seit 1980 um mehr als 90 Prozent gesunken, so der NABU-Bundesverband. Gegenwärtig liege der Bestand in Deutschland wahrscheinlich unter 50.000 Brutpaaren.
So viele Mitglieder hat die Ortsgruppe „Mernes/Jossatal“ zwar noch nicht, dennoch blicken die Vereinsmitglieder positiv in die Zukunft. In seinem ersten Jahresbericht sprach der Vorsitzende, Richard Euler, von Umstrukturierungen und vielen neuen Ideen. Er informierte über Naturschutzaktivitäten, Pflegemaßnahmen in den Biotopen, dem Aufbau einer starken NAJU (Naturschutzjugend) und einer intensivierten Öffentlichkeitsarbeit.
Mehr Informationen über die Aktivitäten der Gruppe und aktuelle Termine finden Interessierte unter nabu-mernes.de.