Im östlichen Main-Kinzig-Kreis hat der Bergwinkel-Bote, der heimatgeschichtliche Ereignisse beleuchtet, Tradition. Die aktuelle Ausgabe ist dem aus Schlüchtern stammenden Heinrich Hermann Julius Hüniche anlässlich seines 125. Geburtstags gewidmet. Der 1900 geborene Lehrer und Mundartdichter hat es sich zeitlebens zur Aufgabe gemacht, den heimischen Dialekt für die Nachwelt zu erhalten. Der 1987 Verstorbene zeichnete in seinen Werken die Wesens- und Charakterzüge der Einheimischen nach und war auch als Maler aktiv: Der Titel des Bergwinkel-Boten, ein idyllisches Bild von Schwarzenfels mit der Burg in zarten Pastelltönen, stammt von Hüniche.
Weitere Beiträge widmen sich beispielsweise den „rätselhaften Taufsteinen von Sannerz und Herzolz“, dem Ulmbacher Pfarrer Johann Julius Braun, der im Ersten Weltkrieg Sprengsätze entwickelte und der wechselvollen Geschichte des Steinauer Marionettentheaters „Die Holzköppe“, das im Jahr 2024 sein hundertjähriges Jubiläum feiern konnte. Neben Geschichten aus der Region enthält der Heimatkalender auch einen Jahresrückblick sowie statistische Daten aus dem Main-Kinzig-Kreis.
Der Bergwinkel-Bote entstand unter Mitwirkung von insgesamt zwölf Autoren und mit Unterstützung des Zentrums für Regionalgeschichte, Herausgeber ist der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises. Das Heimatjahrbuch 2026, das im gewohnten DIN A5-Format gedruckt ist, hat 180 Seiten und ist für 8,90 Euro im Rathaus in Sterbfritz bei der Gemeindekasse zu den üblichen Öffnungszeiten erhältlich.