Um es vorwegzunehmen - es war ein erholsames, angenehmes und spaßiges Wochenende.
Erholsam deshalb, weil das gesamte Ambiente gepasst hat. Unser zweitjüngster Enkelsohn antwortete auf meine Frage: Wollen wir uns hier noch einmal treffen? Ja Opa auf jeden Fall, am besten im Frühjahr, im Sommer, im Herbst und im Winter.
Das Ambiente - es war schlichtweg für jede Altersklasse etwas dabei - wird natürlich maßgeblich vom Hotelpersonal geprägt. Gern spreche ich Menschen an und befrage sie, z. B. aus welchem Land sie stammen.
Ein 19-Jähriger aus Indien, einer aus Usbekistan, andere aus Russland, aus Tunesien, aus Vietnam… alle haben gut deutsch gesprochen, alle haben mit Herzblut die Unternehmensphilosophie gelebt.
Es geht doch - oder: „Sie dreht sich doch“- wenn wir nur wollen, wenn es richtig organisiert wird und wenn Integration sauber buchstabiert wird. Mir wurde wieder einmal bewusst: Ohne solche Menschen, die ihre Heimat bereit sind zu verlassen, um sich selbst ein besseres Leben aufzubauen, würde manche Dienstleistung in unserem schönen Deutschland nicht mehr funktionieren.
Schaffen wir doch endlich gemeinsam und geordnet dafür die Voraussetzungen.
Wer mit dem Finger auf andere zeigt, sollte nicht vergessen, dass dabei drei Finger auf ihn zurück zeigen.
Sogar einen Hotel-Roboter haben wir kennen gelernt. Unser jüngster Enkelsohn, fast drei Jahre - hat diesen elektronischen Kerl so wunderbar gefunden, dass er mit ihm immer wieder durch den Gaststättenbereich gelaufen ist.
Ja, unsere Enkelkinder werden anders aufwachsen als wir. Wir aber haben die Pflicht, unseren Enkelkindern die Menschlichkeit und die Achtung vor dem anderen mit auf den Weg zu geben.
In diesem Sinne wünsche ich uns eine friedliche Zeit.
Bernhard Helbing