Der Maibaum und der Maikäfer hören sich nicht nur ähnlich an, sie haben auch wirklich einiges gemeinsam! Beide haben nämlich etwas mit dem Monat Mai zu tun, also der Zeit, in der es draußen endlich wieder richtig warm wird, alles grünt und viele Menschen fröhlich feiern.
Ein Maibaum ist ein großer Baumstamm, der bunt geschmückt wird - oft mit Bändern, Blumen oder einer kleinen Tanne oben drauf. In vielen Dörfern und Städten stellen die Leute am 1. Mai so einen Baum auf.
Das ist ein alter Brauch. Die Menschen wollen damit zeigen: Der Frühling ist da! Außerdem wird um den Maibaum herum getanzt, gesungen oder gefeiert.
Es ist ein schöner Moment, bei dem alle zusammenkommen.
Ein Maikäfer ist ein kleiner brauner Käfer, der oft im Mai aus der Erde krabbelt. Die Maikäferlarven leben mehrere Jahre unter der Erde, und wenn sie endlich erwachsen sind, kommen sie im Frühling heraus. Viele Kinder finden Maikäfer spannend, weil sie so rundlich sind und lustig brummen, wenn sie fliegen. Früher gab es sehr viele Maikäfer, heute sieht man sie seltener, aber manchmal entdeckt man doch noch einen.
Was haben die beiden nun gemeinsam?
| • | Sie gehören zum Mai: Der Maibaum wird im Mai aufgestellt, und die Maikäfer fliegen in dieser Zeit herum. |
| • | Sie stehen für Frühling: Beide zeigen, dass die Natur erwacht und eine fröhliche Zeit beginnt. |
| • | Sie sind Teil von Traditionen und Geschichten: Über Maibäume und Maikäfer gibt es viele Lieder und Geschichten, die man Kindern erzählt. |
| • | Sie machen den Mai besonders: Ohne Maibaumfeiern und ohne das Summen der Maikäfer wäre der Mai nicht derselbe. |
So verschieden sie auch aussehen - der hohe Maibaum und der kleine Maikäfer -, beide bringen Farbe, Freude und ein bisschen Magie in den Frühling. Wenn du im Mai nach oben schaust, siehst du bunte Bänder am Maibaum. Und vielleicht brummt sogar ein Maikäfer an dir vorbei!
Quelle: https://www.printplanet.de
Der Vatertag, auch Herren- oder Männertag genannt, ist ein Brauch zu Ehren der Väter. Er kommt aus den USA und wird seit 1910 nach Vorbild des Muttertags gefeiert. Alle Hintergründe finden Sie hier.
Zu Ehren ihres Vaters rief die US-Amerikanerin Sonora Louisa Dodd den Vatertag ins Leben. Ihr Vater William Smart kämpfte im Sezessionskrieg und war ein Bürgerkriegsveteran. Nach dem Tod seiner Frau kümmerte er sich allein um die sechs Kinder. Um ihm dafür zu danken, organisierte sie 1910 die Bewegung zu Ehren der Väter. Im selben Jahr wurde er am 19. Juni in Spokane/Washington gefeiert.
Der Ehrentag verbreitete sich schnell in den gesamten USA. Bereits 1924 forderte der damalige Präsident Calvin Coolidge die Bevölkerung auf, den Tag zu feiern. Zwei Jahre später gründete sich in New York ein „National Father´s Committee“, welches den Vatertag als nationalen Feiertag einführen wollte. Seit 1942 wählen die Mitglieder jährlich einen „National Father oft he Year“.
Um 1900 herum begannen überwiegend alleinstehende Männer aus dem Berliner Raum, zu Christi Himmelfahrt Gruppenausflüge zu unternehmen. Da es in Berlin viele schlecht untergebrachte Männer gab, trafen diese sich am meist schon wärmeren Feiertag, um gemeinsam Alkohol zu trinken und etwas zu unternehmen. Dies bildete den Grundstein des Vatertags in Deutschland. Christi Himmelfahrt wurde in der DDR 1967 abgeschafft, doch die Tradition blieb. Noch heute sind die Touren zum Vatertag besonders in Nord- und Ostdeutschland verbreitet.
Bis heute ist nicht ganz klar, warum der Vatertag exakt auf den Feiertag fällt. Christi Himmelfahrt ist eins der ältesten und wichtigsten christlichen Feste. Bereits 370 nach Christus wurde es nachweislich innerhalb des Osterfestkreises gefeiert. In der Bibel steht das Geschehen um Himmelfahrt in der Apostelgeschichte sowie im Lukas-Evangelium. Es heißt, dass Jesus Christus 40 Tage nach seiner Auferstehung seinen Jüngern begegnete. Bei der letzten Erscheinung steigt er „zur Rechten Gottes“ in den Himmel auf.
Seit dem Mittelalter gibt es viele Bräuche zu Christi Himmelfahrt. Zum Beispiel zogen Geistliche eine Christusfigur in das Kirchengewölbe. Von oben regnete es anschließend Blumen, teilweise wohl auch Heiligenbilder. An manchen Orten gab es auch Flurumgänge. Der religiöse Hintergrund ist umstritten, da die Bedeutung bereits im Spätmittelalter verloren ging. Der Brauch verkam jedoch immer mehr zum übertriebenen Alkoholgenuss, weshalb die Kirche ihn im Zuge der Reformation bekämpfte.
Daraus entwickelten sich im 19. Jahrhundert sogenannte Herrenpartien, die Vorbilder der heutigen Vatertagstouren. Eine weitere Deutung stammt von Wissenschaftlern, die die Apostelprozession der Jünger zum Berg in Galiläa betrachten. Diese könnten ein weiteres Vorbild für die Touren zum Himmelfahrtstag sein.
In Nord- und Ostdeutschland finden bis heute zahlreiche Herrenpartien statt. Doch auch in anderen Teilen Deutschlands wird die Idee des Vater- oder Männertags genutzt, um mit anderen Männern Alkohol zu trinken und etwas zu unternehmen.
In den letzten Jahren entwickelte sich der Vatertag teilweise auch zu einem Familientag. Bei Wanderungen nehmen die Männer auch ihre Frauen oder Freundinnen mit und bei Erlebnisausflügen ist die ganze Familie dabei. Es gibt dadurch ein langsames Umdenken zum Herrentag, bei dem nun tatsächlich Väter im Mittelpunkt stehen.
Wie auch am Muttertag basteln kleine Kinder häufig Vatertagsgeschenke oder lernen Gedichte auswendig. Auch größere Kinder schenken ihrem Vater manchmal Kleinigkeiten, doch aktuell ist der Vatertag im Einzelhandel (noch) nicht so groß wie der Muttertag.
Auch in anderen Teilen der Welt feiern die Menschen den Vatertag, auch wenn sich Datum und Bräuche unterscheiden. Im Ursprungsland, den USA, gibt es am dritten Sonntag im Juni große Paraden. Außerdem gibt es große Familienfeste, bei denen hauptsächlich die männlichen Familienmitglieder anwesend sind. Dabei steht die Vater-Sohn-Beziehung im Vordergrund. Es gibt auch in den USA Geschenke für die Väter, die meisten unternehmen außerdem Ausflüge.
Die weltweit größte Bedeutung hat der Feiertag im katholischen Italien. Zur „festa del papa“ am Josefstag, dem 19. März, feiern und ehren die Italiener ihre Väter. Dabei ist der Vatertag genauso wichtig wie der Muttertag. Die Väter bekommen Geschenke und gehen auf Ausflüge.
Quelle: https://www.ifolor.de
Der zweite Sonntag im Mai gehört unseren Müttern. Sie sind für uns da, trösten bei kleinen und grossen Sorgen und verdienen einen Orden für ihre Superkräfte. Es wird also Zeit einmal «Danke» zu sagen. Aber warum feiern wir eigentlich den Muttertag und welche Bedeutung hat er?
Entgegen den hartnäckigen Gerüchten, der Muttertag sei eine Erfindung des Einzelhandels, geht die Verehrung der Mütter tatsächlich bis in die Antike zurück. Schon die alten Griechen feierten Rhea, die Göttin der Erde und Fruchtbarkeit. Der Tag, wie wir ihn bis heute begehen, kommt aber aus der Zeit der Frauenbewegung in den USA. Die Methodistin Anna Marie Jarvis gilt als seine Begründerin. Sie veranstaltete am 12. Mai 1907 ein „Memorial Mothers Day Meeting“. Diese öffentliche Gedenkfeier widmete sie ihrer verstorbenen Mutter und allen Müttern, die ihrer Meinung nach nicht genug Anerkennung für ihre Arbeit erhielten. Gemeinsam mit Frauenverbänden forderte sie Politiker hartnäckig dazu auf, einen offiziellen Tag zum Dank an die Mütter einzuführen.
Nach jahrelangen Bemühungen wurde 1914 der zweite Sonntag im Mai offiziell zum nationalen Feiertag in den USA erklärt. Bald übernahmen immer mehr Länder die Idee dieses besonderen Tages. In England wurde der Feiertag „mothering day“, den es schon im Mittelalter gab, wiederbelebt. Dieser wird allerdings bereits am vierten Fastensonntag gefeiert. 1917 erreichte die neue Tradition die Schweiz, zunächst noch ohne grossen Bekanntheitsgrad. 1923 feierte man zum ersten Mal in Deutschland und schliesslich auch 1924 in Österreich.
So wie sich das Bild der Mutter in den letzten Jahrzehnten wandelte, hat auch der Muttertag selbst in Mitteleuropa eine Entwicklung hinter sich.
In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber noch der „Tag der Blumenwünsche“ beworben mit einem rein kommerziellen Gedanken. Inspiriert durch die deutschen Kollegen lieferten schnell auch die Schweizer Floristen-, Konditoren- und Gärtnerverbände Geschenkideen und verhalfen dem Ehrentag der Mütter zu Bekanntheit. Pressemeldungen, Flugblätter und Radio machten den Muttertag in der Schweiz bald populär. Konditoren und Floristen schmückten ihre Schaufenster und rührten kräftig die Werbetrommel, um den Muttertag zu einer festen Tradition in allen Schweizer Landesteilen zu machen.
Waren die Muttertagsfeiern zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch öffentlich, um den Feiertag bekannt zu machen, zieht man sich dafür heute lieber in die eigenen vier Wände zurück. Blumen dürfen dabei nicht fehlen, sie zählen seit Jahren zu den beliebtesten Geschenken - egal, ob selbstgepflückt aus dem Garten oder vom Fachgeschäft.
Natürlich braucht es dafür nicht unbedingt einen ausgewählten Tag im Jahr, allerdings geht es beim Muttertag sowieso nicht um grosse Geschenke. Es sind die kleinen Gesten und Aufmerksamkeiten, die zählen und die diesen Tag zu etwas Besonderem machen. Ein Frühstück im Bett, ein selbstgebackener Kuchen, kleine Geschenke, ein Ausflug mit der ganzen Familie, wenn unter der Woche die Zeit dafür fehlt. An diese Rituale erinnert man sich sein ganzes Leben.
Auch, wenn sich die Bedeutung des Muttertages im Laufe der Zeit verändert hat, bleibt doch eins gleich: Mama ist die Beste.