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"Blättchen" für Lollar und Staufenberg
Ausgabe 13/2025
Vereine und Verbände
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Gemeinsam statt einsam ean Träs



"Wenn ich dienstags im Gemeindehaus gefrühstückt habe, brauche ich bis zum Abend Nichts mehr". So wurde es am Dienstag von einer offenbar zufrieden-gesättigten Besucherin geäussert. Ob diese Aussage darauf beruht, dass sie normalerweise deutlich vor 10:00h frühstückt, ob das an den leckeren frischen Back- und Wurstwaren liegt oder an der netten Gesellschaft, wurde nicht hinterfragt. Schön jedenfalls, wenn`s immer wieder schmeckt....:-)!!

Schier unglaublich, was Kriminaloberkommissarin Silvia Jakob von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Mittelhessen aus ihrer langjährigen Praxis in ihrem anschließenden rd. einstündigen Vortrag zu berichten hatte:

Schockanrufe, Enkeltricks waren nur 2 Themenkomplexe, in denen sie kreativ-kriminelle Vorgehensweisen schilderte, mit denen gewissenlose Betrüger insbesondere Senioren über den Tisch ziehen. Dabei gehen diese Kriminellen mit großem psyschologischen Geschick vor. Die Geschädigten können im Nachhinein dann meist selber nicht verstehen, wie sie darauf hereinfallen konnten, haben sie doch schon von solchen Betrügerein gehört.

Wie finden Betrüger heraus, wer in ihr Beuteschema passt?

Da sind zunächst aus der Mode gekommene Vornamen, die noch in Telefonbüchern stehen, teils mit vollständiger Anschrft. Da exsistieren des weiteren noch 4 stellige Rufnummern, die ebenfalls auf ein gewisses Alter der Anschlussbesitzer schließen lassen.

Empfohlen wird hier die Löschung des Eintrages oder lediglich den erste Buchstabe des Vornamens vor dem Nachnamen eintragen zu lassen, auch mit Adressangaben sollte man vorsichtig sein.

Wie kann man sich vor solchen Betrügereien schützen? Hier ein paar Hinweise aus dem lebendigen Vortrag von Frau Jakob:

Auf Anrufen: "Hallo Oma / Opa, hier ist Dein Enkel" -oder auf SMS / whatsApp / hallo Opa/Oma das ist meine neue Handynummer, bitte notieren. - keinesfalls sich auf einen Dialog einlassen, solche Informationen immer persönlich hinterfragen.

Polizeibeamte rufen niemals an mit der Information, ein Kind oder ein Enkelkind habe einen schweren Unfall veranlasst, könnte gegen Kaution auf freien Fuß kommen.

Sie überbringen solche Nachrichten persönlich, Freilassung auf Kaution ist im deutschen Strafrecht nicht existent, folglich nicht möglich. Polizeibeamte werden auch niemals die "Sicherstellung" von Barvermögen oder Wertgegenständen fordern oder nahelegen.

Auf dem Telefondisplay erscheint die 110 bei einem Anruf: Die 110 ist eine reine Servicenummer der Polizei, von ihr aus können keine Anrufe getätigt, sondern nur entgegengenommen werden -hier kann reine Betrugsabsicht unterstellt werden.

Es klingelt Jemand an der Haustüre: Eine angeblich schwangere Frau bittet um ein Glas Wasser, einer Person ist schlecht und/oder bittet, die Toilette benutzen zu dürfen. Meist handelt es sich hier um einen Vorwand mit dem Ziel, in die Wohnung gelassen zu werden um diese Hilfsbereitschaft mit dem Raub von Bargeld oder Wertgegenständen zu danken, während die/der Hilfswillige abgelenkt wird.

Ein "Handwerker" gibt vor, irgendwelche Leitungen überpürfen zu müssen, die Wasseruhr im Keller etc. überprüfen zu müssen: Ein solcher Vorwand wird benutzt, ins Haus zu gelangen, meist begleitet die angesprochene Person diesen Mann in den Keller. Die Haustüre wird nicht geschlossen und eine 2. Person kann in der Wohnung nach Wertsachen suchen.

Auch wenn solche Personen einen Ausweis vorzeigen - ein solcher ist nur gültig in Verbindung mit dem Personalausweis.

Auf diesen beeindruckenden Vortrag hin werden wir einen Zweiten organisieren, denn in dieser Stunde konnte nur ein Teil solcher offenbar immer subtiler und dreister werdenden Vorgehensweisen angesprochen werden.

Ein besonderer Dank an Frau Jakob, die "mitten aus dem Leben" berichtete, damit Gänsehautmomente produzierte.

Kommende Woche gibts Hackbraten um 12:ooh mittags.

Es grüßt wie immer

das Organisations- und Serviceteam von
Gemeinsam statt einsam ean Träs e.V.