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"Blättchen" für Lollar und Staufenberg
Ausgabe 6/2026
Vereine und Verbände
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Gesangverein "Harmonie" Daubringen - Harmonie singt mit MAYBEBOP in der Kongresshalle

Auftritte vor großem Publikum sind nichts Ungewöhnliches für die Sängerinnen und Sänger der Harmonie Daubringen. Der Auftritt in der Gießener Kongresshalle am vergangenen Freitag war jedoch eine neue Herausforderung, denn der Chor gastierte als „Vorgruppe“ der bekannten A-capella-Formation Maybebop in der voll besetzten Halle.

Zweite Herausforderung: Man musste ohne das gewohnte Dirigat von Chorleiter Peter Schmitt auftreten, denn der hatte just am Tag des Konzerts eine nicht aufschiebbare Hüftoperation. Doch die Stabübergabe an Dr. Florian Ilge war in den letzten Proben gut vorbereitet, sodass sich die Aufregung in den Reihen der Harmonisten in Grenzen hielt.

Zwei Stunden vor Konzertbeginn waren alle 45 Beteiligten in schwarzer Chorkleidung im Foyer der Kongresshalle, einsingen, einschwingen und einstimmen auf das große Ereignis. Dann auf die Bühne, das gemeinsame Lied mit den Profis einüben. „Don’t stop me now“ von Queen sollte es sein. Das Chor-Arrangement war Oliver Gies, dem Kopf von Maybebop, bestens bekannt. Es handelt sich um eine seiner Bearbeitungen von Popsongs, die bei vielen Chören im Repertoire stehen.

Bei dieser ersten Begegnung mit den Stars des Abends merkte man, diese Profis mögen Amateur-Chöre. Freundlich und zugewandt begrüßten sie Chor und Chorleiter, lobten und schufen eine Atmosphäre des Willkommens und vermittelten den Amateurkollegen Sicherheit und Vorfreude auf ihren Auftritt.

Auch das Arrangement des ersten Stücks, mit dem die Harmonie den Abend eröffnete, stammt von Oliver Gies: „Mambo“, im Original von Herbert Grönemeyer. War der Einstieg in das schwungvolle und rhythmisch anspruchsvolle Lied beim Einsingen noch etwas zaghaft, nahmen die Männerstimmen im Konzert gleich die nötige Geschwindigkeit auf. Beim Hallelujah von Leonard Cohen begleitete Florian Ilge den Chor einfühlsam und lyrisch beschwingt auf dem E-Piano. Auch diesen Beitrag belohnte das Publikum mit begeistertem Applaus.

Derart belohnt, konnten die Sängerinnen und Sänger das mitreißende Programm der vier Männer von Maybebop genießen. Klare Aussagen für Demokratie und Toleranz wechselten sich dabei ab mit betörend-schönen Volkslied-Arrangements oder Stücken, in denen humoristisch der ganz normale Alltagswahnsinn besungen und bebeatboxt wurde. Schreiend komisch das Volkslieder-Quiz mit zwei recht ahnungslosen Kandidaten, bewundernswert der Beitrag eines Fans aus dem Marburger Raum, der ganz nonchalant die Singstimme in einem der Maybebop-Stücke übernahm.

Fast schon lässig bewegten sich die Sängerinnen und Sänger der Harmonie zur Zugabe auf die Bühne. Neben dem Chor gaben auch die vier Profis von Maybebop rechts und links auf der Bühne alles, damit die Zugabe „Don’t stop me now“ zu einem Höhepunkt des Abends nicht nur für die Sängerinnen und Sänger der Harmonie, sondern auch für das Publikum im Saal wurde.