Titel Logo
Freisener Nachrichten
Ausgabe 17/2021
Amtlicher Teil
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Verbrennen von Abfällen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften

I N F O über

Verbrennen von Abfällen

innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften

Sog. private „Maifeuer“ sind nicht erlaubt!

Nach § 4 Abs. 1 des Gesetzes über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (AbfG) i.d.z.Zt. gültigen Fassung dürfen Abfalle grundsätzlich nur in den dafür zugelassenen Anlagen gelagert oder abgelagert werden.

Aus gegebenem Anlass erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass es grundsätzlich verboten ist, Abfälle gleich welcher Art, also auch Papier, Karton, Holz usw. zu verbrennen.

Mit Wirkung vom 01. Juli 1999 ist eine neue Verordnung über die Entsorgung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallentsorgungsanlagen - Pflanzenabfallverordnung - PflanzAbfV) in Kraft. Gleichzeitig ist die alte Rechtsverordnung vom 17.09.1974 außer Kraft gesetzt worden.

Nach der neuen Verordnung ist es grundsätzlich nicht mehr erlaubt, pflanzliche Abfälle zu verbrennen, wenn die Möglichkeit besteht, diese auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen, (evtl. nach Zerkleinerung) verrotten zu lassen, unterzugraben bzw. diese auf die Grüngutsammelstelle in Freisen zu verbringen.

Besteht diese Möglichkeit nicht oder ist sie nicht zumutbar, dürfen pflanzliche Abfälle außerhalb geschlossener Ortschaften nach Genehmigung der Ortspolizeibehörde verbrannt werden.

Werden pflanzliche Abfälle im Rahmen überlieferten Brauchtums unter Anwesenheit der Feuerwehr verbrannt, bedarf es keiner Anzeige. (§ 3 Abs. 3 PflanzAbfV)

Aber auch diese Art der Entsorgung ist an gewisse nachfolgend aufgeführten Voraussetzungen gebunden:

·

Die Absicht, außerhalb der Ortslage zu verbrennen, ist der Ortspolizeibehörde (OPB) unter Zeit- und Ortsangabe 3 Tage vorher schriftlich anzuzeigen.

·

Der Antrag ist zu begründen.

·

Dem Anzeigenden wird eine schriftliche Bestätigung seiner Anzeige ausgehändigt, aus der die Auflagen zum Verbrennen hervorgehen.

Der Anzeigende wird von der OPB darüber belehrt, dass

1.

das Verbrennen pflanzlicher Abfälle grundsätzlich verboten ist.

2.

Bei schriftlichen Anträgen auf Verbrennen ist gemäß § 3 Abs. 2 der VO darzulegen, warum eine Verrottung bzw. eine Verbringung auf die Grüngutsammelstelle nicht möglich ist. Ferner darf das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt und Nachbarn nicht belästigt werden.

3.

Ein Verbrennen ist nur zulässig, wenn folgende Mindestabstände eingehalten werden.:

4.

100 m vom Ortsrand bzw. Gebäuden, Wäldern und Autobahnen (§ 4 Abs. 1 PflanzAbfV)

5.

Das Verbrennen ist verboten,

- bei extremer Trockenheit, starkem Wind oder zu hoher Materialfeuchtigkeit (Rauchentwicklung)

- Andere Stoffe (Altöl oder Altreifen oder Kunststoffe) dürfen nicht benutzt werden.

- Pflanzliche Abfälle dürfen nur werktags von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr verbrannt werden.

6.

Das Feuer ist ständig bis zum völligen Erlöschen von 2 Erwachsenen mit Feuerlöcher und geeignetem Gerät zu beaufsichtigen. Die Verbrennungsrückstände sind möglichst bald in den Boden einzuarbeiten.

7.

Zuwiderhandlungen werden nach § 6 der VO als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Der Bürgermeister

als Ortspolizeibehörde