Der Entsorgungsverband Saar (EVS) wird die Kläranlage Haupersweiler umfassend sanieren und technisch ertüchtigen. Mit der Maßnahme investiert der EVS rund 2,25 Mio. Euro gezielt in eine zukunftsfähige Abwasserreinigung und stärkt den Gewässer- und Umweltschutz in der Region. Der Baubeginn ist für August 2026 vorgesehen.
Die im Jahr 1998 errichtete Kläranlage wird im Rahmen der Modernisierung im Bereich der Abwasservorreinigung auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Darüber hinaus wird die Anlage um eine leistungsfähige Phosphorelimination erweitert.
Insbesondere die Oster und nachfolgende Gewässer werden künftig von der verbesserten Reinigungsleistung der Kläranlage Haupersweiler profitieren.
Die Baumaßnahme umfasst im Einzelnen:
• | Errichtung eines neuen Rechengerinnes mit vorgeschaltetem Geschiebeschacht |
• | Ersatz der bestehenden Rechenanlage durch einen modernen Harkenumlaufrechen sowie eine Rechengutwaschpresse |
• | Errichtung einer Überdachung und Installation einer Krananlage an der Rechenanlage (Stahlbaukonstruktion) |
• | Erweiterung der Voreinigung durch den Einbau einer Sandwaschanlage |
• | Bau eines Fällmittellagerbehälters sowie Installation von Dosiereinrichtungen zur Phosphorelimination |
• | Errichtung eines neuen Carports in Stahlbauweise |
• | Installation einer Brauchwasseranlage |
• | Erneuerung der Containerstellfläche einschließlich Schienenbahnen |
• | Lieferung eines neuen Rechengutcontainers sowie zweier Containerwagen mit Drehtisch |
• | Neubau eines Technikgebäudes in Massivbauweise |
Auswirkungen während der Bauzeit
Für die Anwohnerinnen und Anwohner sind während der Bauphase nach derzeitigem Stand keine größeren Beeinträchtigungen zu erwarten. Lediglich durch die Anlieferung von Baumaterialien wird es zu einem erhöhten Baustellenverkehr während der Bauausführung kommen.
Investition in den Gewässer- und Umweltschutz
Mit der Sanierung der Kläranlage Haupersweiler setzt der EVS seine Investitionen in eine leistungsfähige Abwasserinfrastruktur konsequent fort. Insbesondere die neue Phosphorelimination wird künftig dazu beitragen, die Nährstoffbelastung der Oster deutlich zu reduzieren und die Wasserqualität langfristig zu verbessern.
Die Modernisierung stellt damit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz sowie zur Erfüllung der steigenden Anforderungen an eine moderne Abwasserbehandlung dar.