Wie lieblich fächelt mir der Wind
um meine heißen Wangen.
O komm zu mir, mein schönes Kind,
lass mich nicht lange bangen.
Wie eine wilde Katze schleicht
sich schon mein Lieb heran,
es legt die Arme um mich gleich,
dass ich kaum atmen kann,
und dann berühren Lippen sich,
es jubeln Herzen laut,
und Brust an Brust wie inniglich
nun Aug‘ in Auge schaut.
Und um uns rum schweigt still der Wald,
der Mond am Himmel lacht,
und schöne Schattenbilder malt
er in die Sommernacht.
Gedichte von Walter Bier
(Briefbot Walter)
1967-68