Titel Logo
Freisener Nachrichten
Ausgabe 35/2018
Kommunales näher gebracht
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Der Waldesrand

Am Waldesrand auf einer Bank,

aus Haselstauden roh gefügt,

tief unter mir und Gott sei Dank,

das Dorf sich an die Hänge schmiegt.

Rundum der Wald, vor mir der Teich

mit Karpfen und Forellen,

die scharenweis und Blitzen gleich,

nach Mücken emsig schnellen.

Und über mir ein Dach aus Laub

und Vögel in den Zweigen,

kein Lärm um mich, nicht Straßenstaub,

kein Mensch durchbricht das Schweigen.

Am Himmel zieht ein Habichtpaar

ganz friedlich seine Kreise,

der Himmel ist so hell und klar,

Libellen surren leise.

Kein Lüftchen weht,

mein Herz schweigt still, die Augen fallen zu,

ein Raunen durch die Blätter geht,

ich schlaf in süßer Ruh.

Gedichte von Walter Bier

(Briefbot Walter)

1967 - 68