Titel Logo
Freisener Nachrichten
Ausgabe 6/2021
Kommunales näher gebracht
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Die Seniorensicherheitsberater informieren

Die Seniorensicherheitsberater wurden in den letzten Tagen mehrfach über belästigende Telefonanrufe informiert, wobei die Masche fast immer gleich war.

Das Telefon klingelt nur kurz. Eine unbekannte Nummer wird auf dem Display angezeigt. Betrüger wollen mit diesem Lockanrufen einen Rückruf provozieren und auf diese Weise Geld machen. Das Ganze funktioniert sowohl über Smartphone als auch über Festnetzanschlüsse.

Viele rufen instinktiv zurück und tappen so in die Kostenfalle. Dahinter steckt die Masche der sogenannten Ping-Anrufe. Wer zurückruft, hört am anderen Ende der Leitung manchmal nichts, legt auf und denkt sich nichts weiter dabei. In anderen Fällen gibt es Bandansagen, etwa zu angeblichen Paketlieferungen. Das Ziel: Den Nutzer möglichst lange in der Leitung halten. Das böse Erwachen folgt bei Vertragskunden dann auf der Telefonrechnung. Doch Verbraucher können vorbeugen – vor allem, in dem sie sich die Nummer des Anrufers genau ansehen. Ping-Anrufe haben fast immer eine Vorwahl aus dem Ausland, erkennbar an einem „+“ oder den Ziffern „00“ zu Beginn der Nummer. Viele Beschwerden gab es zuletzt vor allem über Anrufe aus Burundi und Tunesien. Die Vorwahlen der Länder 00257 und 00216 ähneln denen von Emsdetten (02572) und Mönchengladbach (02161). Deshalb ist Misstrauen am Telefon wichtig. Beim geringsten Zweifel legt man besser gleich auf. Dazu kommen noch unabhängige Nummern, die von Mobilfunkanbietern vergeben werden. Diese beginnen häufig mit „+88“. Die Seniorensicherheitsberater und die Verbraucherzentralen raten daher: Wer einen unbekannten Anruf erhält, sollte die Nummer in jedem Fall genau prüfen und überlegen, ob man überhaupt einen Anruf erwartet, zum Beispiel aus dem Ausland. Wer unsicher ist, kann die Nummer auch auf der Website der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) überprüfen. Dort sind viele Nummern gelistet gegen die die Behörde bereits Maßnahmen eingeleitet hat. Wer schon zurückgerufen und die Abzocke bemerkt hat, kann den Anruf auf der Seite der Bundesnetzagentur melden.

Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – sind in der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater beim Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel erhältlich, Telefon: (06851)801-5201 oder per Mail: seniorenbuero@lkwnd.de, erhältlich. Hierhin können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gerichtet werden.