Titel Logo
Amtsblatt Staufenberg
Ausgabe 14/2026
Seite 2 - AB
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe
-

KOLUMNE DES BÜRGERMEISTERS

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zu Beginn des Frühlings, wenn die Natur ihre Farben erneuert und die Welt langsam aus dem Winterschlaf erwacht, steht OSTERN bevor. So ist es auch in diesem Jahr. Am kommenden Wochenende darf jede und jeder, die oder der es mag, dieses christliche Fest feiern. Es ist ein Fest, das von vielen mit Freude und Feierlichkeiten, aber auch von einigen mit tieferer Bedeutung und Reflektion begangen wird.

Für viele ist Ostern in erster Linie ein Fest der Familie, der Schokoladeneier und des Osterhasen. Doch unter all den bunten Eiern und süßen Leckereien liegt eine tiefere Bedeutung, die oft übersehen wird.

Ostern erinnert uns daran, dass selbst in den dunkelsten Stunden des Lebens Hoffnung besteht. Es ist die Feier der Wiedergeburt, des Neuanfangs und der Auferstehung. Die Geschichte von Jesus Christus, der nach seinem Tod am Kreuz auferstanden ist, symbolisiert die Möglichkeit, aus dem Schatten ins Licht zu treten, aus der Verzweiflung in die Hoffnung.

Diese Botschaft der Hoffnung hat eine zeitlose Relevanz, die über religiöse Grenzen hinausgeht. In einer Welt, die oft von Angst, Unsicherheit, Leid und in jüngster Zeit wieder von Krieg geprägt ist, ist die Vorstellung, dass das Leben immer wieder siegen kann, von unschätzbarem Wert.

Besonders in Zeiten wie diesen, geprägt von globalen Krisen und vielen Herausforderungen, ist die Osterbotschaft ein dringend benötigter Lichtblick. Sie erinnert uns daran, dass selbst in den dunkelsten Stunden des Lebens Hoffnung besteht, dass wir aus unseren Fehlern und Niederlagen lernen können und dass wir immer die Kraft haben, von Neuem zu beginnen.

In diesem Sinne lade ich Sie ein, Ostern nicht nur als ein Fest der Schokolade und des Osterhasen zu betrachten, sondern als eine Gelegenheit, die tieferen Botschaften von Hoffnung, Wiedergeburt und Auferstehung zu erkennen. Möge dieses Osterfest für Sie ein Moment der Freude, des Friedens und der Erneuerung sein, egal welchen Glaubens Sie sind oder ob Sie überhaupt glauben. Denn die Botschaft von Ostern ist eine, die uns alle vereint: die Wiederkehr der Hoffnung in unserem Leben.

Doch Ostern ist mehr als ein Symbol – es ist auch eine Einladung. Eine Einladung, innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und den Blick auf das Wesentliche zu richten. In einer Zeit, in der unser Alltag oft von Hektik, Termindruck und ständiger Erreichbarkeit bestimmt wird, schenkt uns dieses Fest die Möglichkeit, bewusst einen Schritt zurückzutreten. Vielleicht bei einem Spaziergang durch die erwachende Natur, vielleicht im Kreis der Familie oder auch in einem stillen Moment für sich selbst.

Gerade hier in unserer Stadt erleben wir Jahr für Jahr, wie der Frühling neues Leben bringt. Die Auen füllen sich wieder mit Menschen, Kinderlachen hallt über Spielplätze, und die ersten Sonnenstrahlen laden dazu ein, das Leben im Freien zu genießen. Diese kleinen, oft unscheinbaren Veränderungen sind es, die uns zeigen, dass Wandel möglich ist – dass auf jede Phase der Kälte und Dunkelheit ein neuer Anfang folgt.

Als Bürgermeister erfüllt es mich mit Zuversicht zu sehen, wie stark unser Gemeinsinn ist. In den vergangenen Monaten haben viele von Ihnen erneut bewiesen, wie wichtig Zusammenhalt, Engagement und Mitmenschlichkeit sind. Ob in Vereinen, im Ehrenamt, das insbesondere bei der zurückliegenden Kommunalwahl sehr stark gefragt war, aber auch in der Nachbarschaft oder im täglichen Miteinander – überall dort, wo Menschen füreinander einstehen, wird die Osterbotschaft lebendig.

Ostern erinnert uns auch daran, Verantwortung zu übernehmen – für uns selbst, aber auch für andere. Es geht darum, Brücken zu bauen, einander zuzuhören und Verständnis zu zeigen. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft ist es entscheidend, dass wir respektvoll miteinander umgehen und unsere Unterschiede nicht als Trennung, sondern als Bereicherung begreifen.

Vielleicht ist dieses Osterfest auch eine gute Gelegenheit, einen Neubeginn im Kleinen zu wagen. Ein klärendes Gespräch, ein längst überfälliger Anruf, ein Schritt auf jemanden zu, mit dem man vielleicht im Streit auseinandergegangen ist. Versöhnung, so lehrt uns Ostern, ist möglich – und oft beginnt sie mit einem einfachen, ehrlichen Zeichen des guten Willens.

Gleichzeitig dürfen wir die Herausforderungen unserer Zeit nicht ausblenden. Viele Menschen blicken mit Sorge in die Zukunft – sei es aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten, globaler Konflikte oder persönlicher Belastungen. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, Orte der Hoffnung zu schaffen. Orte, an denen Vertrauen wachsen kann und an denen wir uns gegenseitig stärken.

Unsere Stadt soll ein solcher Ort sein. Ein Ort, an dem sich Menschen sicher fühlen, an dem Kinder unbeschwert aufwachsen können und an dem ältere Generationen Wertschätzung und Unterstützung erfahren. Daran arbeiten wir gemeinsam – Tag für Tag. Und auch wenn nicht immer alles sofort gelingt, so ist doch jeder Schritt nach vorn ein Zeichen dafür, dass Veränderung möglich ist.

Ostern ist auch ein Fest der Dankbarkeit. Dankbarkeit für das, was wir haben, für die Menschen an unserer Seite und für die Chancen, die uns gegeben sind. Vielleicht nehmen Sie sich in diesen Tagen einen Moment Zeit, um genau darüber nachzudenken. Oft sind es die kleinen Dinge, die unser Leben besonders machen: ein freundliches Wort, ein Lächeln, ein Augenblick der Ruhe.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei all jenen bedanken, die über die Feiertage hinweg für unsere Gemeinschaft im Einsatz sind – in den Pflegeberufen, bei den Rettungsdiensten, in der Sicherheit und vielen weiteren Bereichen. Ihr Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient höchste Anerkennung.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Ostern ist ein Fest der Hoffnung – und Hoffnung ist eine Kraft, die uns trägt. Sie gibt uns Mut, weiterzugehen, auch wenn der Weg steinig ist. Sie hilft uns, das Gute nicht aus den Augen zu verlieren und an eine bessere Zukunft zu glauben.

Lassen Sie uns diese Hoffnung mitnehmen – in unseren Alltag, in unsere Begegnungen und in unser Handeln. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, unsere Stadt noch lebenswerter zu machen, geprägt von Respekt, Zusammenhalt und Offenheit.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes, gesegnetes und friedliches Osterfest. Mögen Ihnen die kommenden Tage Freude, Erholung und neue Kraft schenken.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister