Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit Freude und Optimismus starten wir in das NEUE JAHR 2026 - ein Jahr voller neuer Chancen und Herausforderungen. Als Ihr Bürgermeister möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf die Staufenberger Ereignisse des vergangenen Jahres zurückzublicken und einen kleinen Ausblick auf das nun vor uns liegende Jahr zu werfen.
Gleich im Januar stand für eine Delegation des TV 05 Mainzlar eine Reise nach Berlin an, wo der Verein im Bundesfinale der „Sterne des Sports“ in Gold einen hervorragenden vierten Platz erzielte. Sein innovatives Projekt „Aktivpark Lumdatal“ überzeugte die Jury und zeigte uns allen, wie wichtig ehrenamtliches Engagement und kreative Ideen sind. Der TVM hat hier einen echten Meilenstein gesetzt!
Ein bedeutendes Infrastrukturprojekt wurde im Februar erfolgreich abgeschlossen: Das Hochwasserrückhaltebecken Treis wurde eingeweiht. Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein für den Schutz unserer Stadt vor den zunehmenden Hochwasserereignissen, die uns der Klimawandel beschert. Es wird uns helfen, auch bei extremen Wetterlagen sicher zu bleiben.
Im März verabschiedeten wir Pfarrer Andreas Lenz, der nach vielen Jahren der Hingabe und des Engagements in den Ruhestand ging. Mit ihm verliert unsere Stadt nicht nur einen hervorragenden Seelsorger, sondern einen wahren Menschenfreund, der Generationen inspiriert hat.
Ein weiteres Highlight war der Besuch von Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck im April. Er überbrachte uns einen Förderbescheid für das Projekt „Dabeisein in den Gießener Lahntälern“ - ein wunderbares Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Kommunen im nördlichen Teil unseres Landkreises.
Nach langen Verhandlungen konnten wir im Mai mit RWE einen Nutzungsvertrag für zwei weitere Windräder abschließen. Gemeinsam mit einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe, unserem Revierförster sowie den zuständigen Forst- und Naturschutzbehörden hatten wir zuvor mit den RWE-Vertretern über viele Monate hinweg verhandelt. Das Ziel, die Eingriffe in unsere Waldflächen so gering wie möglich zu halten, konnte erreicht werden.
Der Juni stand im Zeichen des Staufenberger Krämermarkts, der unter strahlendem Sonnenschein zahlreiche Besucher anzog. Es war ein Fest der Begegnungen und der Vielfalt, das einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig unsere gemeinsamen Feste und Traditionen sind.
Im Juli feierten wir gleich drei große Jubiläen: 150 Jahre Gesangverein Mainzlar (Voice Factory), 120 Jahre TV 05 Mainzlar und 70 Jahre Burschenschaft „Frohsinn“ Mainzlar. Stolze Jubiläen, die mit der traditionellen Mainzlarer Kirmes verbunden wurden - einem Fest, das die Dorfgemeinschaft seit Generationen prägt.
Der Internationale Jugendaustausch im August stand ganz unter dem Motto „Zusammen wachsen!“. Jugendliche unserer Partnerstädte in Tarjan/Ungarn, Mährisch Trübau/Tschechien und Mönichkirchen/Österreich trafen sich mit Staufenberger Jugendlichen, um über wichtige Themen wie den Klimawandel und den Zusammenhalt der europäischen Jugend zu diskutieren. Solche Begegnungen sind von unschätzbarem Wert. Sie fördern den internationalen Austausch und das Verständnis untereinander.
Im September setzten zahlreiche Staufenbergerinnen und Staufenberger ein klares Zeichen für Demokratie und Vielfalt, als sie gegen eine Veranstaltung der AfD in Treis demonstrierten. Später im Jahr mussten wir noch einen Fackelzug der „Jungnationalisten“ erdulden und noch später die Neugründung der AfD-Jugendorganisation in Gießen. Überall setzten ganz viele Menschen klare Zeichen für die Werte, die unsere Gesellschaft ausmachen. Sie standen nicht nur für die Demokratie, sondern für Freiheit, für Gleichheit, für Vielfalt, eben für eine bunte und weltoffene Welt! Das hat, trotz aller Sorgen, Hoffnung gegeben.
Im Oktober stellten die heimischen Investoren Kai Laumann und Hauke Weller ihr Konzept für die Neuausrichtung des Gewerbe-Quartiers Schamott vor. Das Gelände des früheren RHI-Magnesita-Werks, vielen als die „Schamott“ bekannt, steht vor einem echten Neustart. Wo lange Industriegeschichte geschrieben wurde, soll bald wieder gearbeitet, gewerkelt und produziert werden. Eine Nachricht, die Mut machte.
Im November starteten wir gemeinsam mit der HessenEnergie unseren kommunalen Wärmeplan. Die Umstellung auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 ist ein langfristiges, aber unverzichtbares Ziel. Es zeigt unser Engagement für eine nachhaltige Zukunft.
Zum Abschluss des Jahres feierte die Sängervereinigung 1865 Treis/Lda. im Dezember ihr 160-jähriges Bestehen mit einem großartigen Konzert, das nicht nur das kulturelle Erbe, sondern auch die hohe Wertschätzung für unsere traditionsreichen Gesangvereine verdeutlichte.
Und was erwartet uns nun im neuen Jahr? Auch 2026 stehen viele wichtige Aufgaben und Projekte an, die uns als Gemeinschaft noch stärker machen werden.
Der weitere Ausbau unserer Kindertagestätten bleibt ein zentraler Schwerpunkt. Dieses Jahr werden wir die Raumakustik in allen Kindertagesstätten verbessern und die Sanierung der Mikita Mainzlar weiter vorantreiben. Wir investieren in die Zukunft unserer Kinder und schaffen eine Umgebung, in der sie sich optimal entfalten können.
Die größte Maßnahme des Jahres wird die grundhafte Sanierung des BING in Treis sein. Dieser Ort wird nicht nur ein Begegnungszentrum für alle Bürgerinnen und Bürger, sondern auch eine langfristige Lösung für die Schülerbetreuung in Treis bieten. Es ist ein Projekt, das die Verbindung aller Generationen stärkt.
Weiter wollen wir den barrierefreien Ausbau unserer Bushaltestellen fortsetzen. Nachdem wir bereits die Haltestelle in der Mainzlarer Straße umgebaut haben, folgen nun weitere Haltestellen in der Lollarer Straße, der Daubringer Straße und der Waldstraße. Es ist wichtig, dass wir die Zugänglichkeit der Haltestellen für alle Menschen verbessern und den öffentlichen Nahverkehr so für alle besser nutzbar machen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Jahr 2026 wird ein weiteres Jahr des Wandels, der Fortschritte und der Chancen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen die Herausforderungen des kommenden Jahres zu meistern. Wir haben bereits viel erreicht. Ich bin überzeugt, dass wir auch 2026 als starke Gemeinschaft weitermachen werden.
Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr und freue mich darauf, auch in diesem Jahr an Ihrer Seite arbeiten zu dürfen.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2026!