Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am vorletzten Wochenende hat Mainzlar eindrucksvoll gezeigt, wie stark Zusammenhalt und Vereinskultur sind: Gleich drei bedeutende VEREINSJUBILÄEN wurden gefeiert - 150 Jahre Gesangverein Mainzlar (heute Voice Factory), 120 Jahre Turnverein 1905 Mainzlar und 70 Jahre Burschenschaft „Frohsinn“ Mainzlar. Ein stolzes Erbe, das mit der traditionellen Mainzlarer Kirmes verbunden wurde - einem Fest, das die Dorfgemeinschaft seit Generationen prägt.
Der Auftakt am Donnerstagabend mit dem geselligen Fassbieranstich und einer beeindruckenden Dia-Show mit Bildern aus einem Jahrhundert Kirmesgeschichte stimmte auf ein ereignisreiches Wochenende ein. Am Freitag sorgte eine „Malleparty“ für ausgelassene Stimmung. Der Samstag überraschte mit einer Premiere: dem ersten Heuballenrennen in Mainzlar - eine originelle Idee, die Sport und Spaß wunderbar vereinte.
Besonders feierlich wurde es am Sonntag beim Mitten-im-Dorf-Gottesdienst mit Pfarrer Traugott Stein. Die anschließende Würdigung der Jubilare war ein bewegender Moment, in dem ehrenamtliches Engagement und langjährige Vereinsarbeit verdient in den Mittelpunkt rückten. Beim folgenden Frühschoppen mit dem traditionellen „Maanzlarer Mous“ fand das Festwochenende einen zünftigen Ausklang.
Ein Blick in die Geschichte zeigt: Die erste urkundlich belegte Mainzlarer Kirmes fand bereits 1660 statt - damals noch unter der Leitung des Dorfpfarrers. Seit der Gründung der Burschenschaft „Frohsinn“ im Jahr 1955 wird sie jedes Jahr ausgerichtet - heuer zum 70. Mal.
Dass die drei Jubiläumsvereine ihr Fest gemeinsam mit der Kirmes gestaltet haben, ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in Mainzlar. Hier zeigt sich, was unsere Stadtteile ausmacht: ein lebendiges Miteinander, gegenseitige Unterstützung und gelebte Gemeinschaft.
Auch in Treis wurde ein Jubiläum gefeiert: Seit 30 Jahren verantworten die TRÄSER MUSPRETZER die dortige Kirmes - mit großem Erfolg und Herzblut. Trotz einzelner Regenschauer tat das der Stimmung keinen Abbruch. Es wurde gefeiert, gelacht und die Gemeinschaft gelebt - genau so, wie wir es uns wünschen.
Und schon steht das nächste Highlight bevor: Die STAUFENBERGER KIRMES am ersten Augustwochenende. Auch wenn sich das Wetter bis dahin nicht planen lässt - eines ist sicher: Auch dieses Fest wird mit Sicherheit wieder mit Herz und Engagement vorbereitet und mit Freude gefeiert.
Ich möchte an dieser Stelle all jenen danken, die diese Kirmesfeste möglich machen: der Burschenschaft „Frohsinn“ in Mainzlar, den Träser Muspretzern, der Staufenberger Burschenschaft Germania und der Mädchenschaft Grashoppers. Ihr Einsatz ist unbezahlbar. Ihr macht es möglich, dass wir in unserer Stadt nicht nur feiern, sondern auch unsere Kultur und Identität bewahren.
Die Kirmesfeste in Treis, Mainzlar und Staufenberg sind mehr als nur Veranstaltungen - sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Stadt und ein Ausdruck unserer lebendigen Gemeinschaft. Lassen Sie uns diese Tradition weiterhin pflegen und gemeinsam feiern, denn sie bereichern unser Leben und stärken unser Zusammengehörigkeitsgefühl.
Radtour macht touristisches Potenzial der Gießener Lahntäler sichtbar
Sechs Kommunen - ein touristisches Ziel: Mit einer gemeinsamen RADTOUR durch die Gießener Lahntäler setzten die Bürgermeister von Allendorf (Lumda), Buseck, Lollar, Rabenau, Reiskirchen und Staufenberg am vorletzten Sonntag ein klares Zeichen für interkommunale Zusammenarbeit im Tourismus.
Im Rahmen des „Touristischen Arbeitskreises Gießener Lahntäler“ ging es rund 40 Kilometer durch eine der reizvollsten Kulturlandschaften Mittelhessens. Die Route führte über gut erschlossene Radwege aber auch über Abschnitte, an denen die Anbindung verbessert werden könnte. Genau hier wird der Sinn solcher gemeinsamen Veranstaltungen deutlich: Sie bringen nicht nur Menschen zusammen, sondern zeigen auch, wo Entwicklungspotenzial für einen attraktiveren Radtourismus besteht.
Unterwegs sorgten musikalische Beiträge, kleine kulinarische Angebote sowie spontane Mitradlerinnen und Mitradler für eine belebte Atmosphäre. Entlang von Lumda und Wieseck offenbarte sich die Region von ihrer landschaftlich reizvollen Seite - inklusive Storchensichtung am Wegesrand.
Die Tour machte deutlich: Der touristische Schulterschluss der sechs Kommunen ist nicht nur Symbolik, sondern auch eine praktische Plattform, um regionale Stärken sichtbar zu machen und nachhaltige Impulse für den sanften Tourismus in Mittelhessen zu setzen.