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Amtsblatt Lollar
Ausgabe 26/2020
Stadtnachrichten
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Die 100. Nadel auf der interaktiven Landkarte steckt in Langgöns

optik baldus nutzt die neue Unternehmer-Plattform „GleichUmDieEcke“ für eine bessere Kommunikation mit den Kunden und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft

Landkreis Gießen/Langgöns. Der Ruf, die Geschäfte im Ort und die regionalen Unternehmer zu unterstützen, wird immer lauter. Es ist aus vielerlei Sicht sinnvoll, Geld im eigenen Ort auszugeben. Und gerade jetzt, während der Corona-Krise, verstehen viele Verbraucherinnen und Verbraucher, wie wichtig Zusammenhalt und eine stabile Wirtschaft vor Ort ist. Auch Landrätin Anita Schneider schätzt die Vielfalt an Läden und Betrieben in den Städten und Gemeinden. Sie sagt: „Wir möchten gerade jetzt die Unternehmerinnern und Unternehmer im Kreisgebiet unterstützen und auch für die Menschen ein Mehrangebot an Information bieten. Viele Unternehmer haben auf die Pandemie kreativ reagiert und neue Angebote entwickelt. Damit diese nun auch bekannt werden, bietet unsere Plattform namens „GleichUmDieEcke“ eine Möglichkeit, damit Geschäfte und Kunden besser zusammenfinden.“

Online-Angebot führt Anbieter und Kunden zusammen

Die Online-Plattform, die die Wirtschaftsförderung des Landkreises Gießen in Zusammenarbeit mit den Kommunen eingerichtet hat, bietet Unternehmerinnen und Unternehmern die Möglichkeit, die eigenen Angebote kostenlos darzustellen. Eine interaktive Landkarte zeigt potenziellen Kundinnen und Kunden schnell und übersichtlich, welche Dienstleistungen und Geschäfte „GleichUmDieEcke“ zu finden sind und wie diese derzeit zu erreichen sind.

Die optik baldus GmbH aus Langgöns ist das 100. Unternehmen, das die eigenen Angebote eingetragen hat. Inhaber Stefan Baldus erklärt seine Beweggründe, die neue Plattform zu nutzen: „Die interaktive Landkarte bietet gerade kleinen Unternehmen die Möglichkeit, regional auf die angebotenen Dienstleistungen und Erzeugnisse aufmerksam zu machen. Nur so kann zukünftig eine umfassende Versorgung - auch im ländlichen Raum - gewährleistet werden.“ Als er von dem Angebot des Landkreises gelesen hat, war ihm daher klar, dass er sein Geschäft eintragen würde.

Verunsicherung durch Corona war und ist noch groß

Denn gerade zu Beginn der Corona-Krise spürte auch er die Verunsicherung seiner Kundschaft. Noch immer wüssten nicht alle, inwieweit der Geschäftsbetrieb eingeschränkt ist, daher kommt das Angebot zu mehr Information und Kommunikation gerade recht, meint Stefan Baldus. Er erklärt: „Als Gesundheitshandwerker waren wir zwar zu keiner Zeit zur Schließung verpflichtet, aber dies war nicht hinlänglich bekannt.“ Auch derzeit, nach verschiedenen Lockerungen halten sich viele Kunden noch immer zurück, berichtet der Unternehmer: „Die strengen Hygienemaßnahmen lassen einige Kunden immer noch vor einem Besuch zurückschrecken“, bedauert er.

Doch das Geschäft Am Mühlberg 5 in Langgöns hat geöffnet. Stefan und Nicole Baldus bitten allerdings um vorherige Terminvereinbarung, damit sie sich störungsfrei und unter den gegebenen Hygienevoraussetzungen intensiv um ihre Kundinnen und Kunden kümmern können. Seit 2003 bieten die beiden Augenoptikermeister die klassischen augenoptischen Dienstleistungen und seit letztem Jahr zusätzlich auch optometrisches Screening. Dank spezieller Untersuchungsmetoden können sie Augen analysieren und ihren Kundinnen und Kunden maßgeschneiderte Brillengläser und Kontaktlinsen empfehlen und anpassen. Modernste Messmethoden ermöglichen darüber hinaus die Früherkennung unterschiedlicher Augenerkrankungen.