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Amtsblatt Lollar
Ausgabe 42/2020
Stadtnachrichten
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Die Dorf-App geht an den Start

Interessierte aus den „digitalen Dörfern“ können sich die App jetzt kostenlos aufs Handy laden und sich freischalten lassen

Landkreis Gießen. Die Dorf-App für die „Digitalen Dörfer“ im Landkreis Gießen geht an den Start: Ab 14. Oktober können sich alle Interessierten aus den fünf Teilnehmer-Orten die App kostenlos aufs Handy laden. Wer sich registriert, kann dann alle Funktionen der App nutzen. Sie ist das Herzstück des Pilotprojekts des Landkreises und bietet eine Menge Inhalte, um Dorfgemeinschaften digital zu vernetzen: interaktive Nachbarschaftshilfe, Infos über Vereinsangebote, Dienstleistungen und vieles mehr aus dem Dorf und für das Dorf. Die App steht für Biebertal-Königsberg, Buseck-Oppenrod, Grünberg-Harbach, Langgöns-Dornholzhausen und Staufenberg-Treis zur Verfügung.

„Gut 60 Testpersonen aus den teilnehmenden Dörfern haben die App in den vergangenen Wochen ausgiebig ausprobiert und den Entwicklern wichtige Hinweise rund um die Funktionen und relevante Inhalte geliefert“, berichtet Landrätin Anita Schneider. „Die Resonanz war wirklich enorm, sodass wir die Testphase auch noch einmal verlängert haben.“ Die gewonnene Zeit wurde dann außerdem dazu genutzt, den anspruchsvollen Log-In-Prozess nochmals neu zu gestalten.

An drei Tagen sind Infostände in den fünf Dörfern zu finden

Insgesamt rund 6000 Menschen in den fünf Orten sind nun eingeladen, sich die App aufs Handy zu laden. Sie steht kostenlos zur Verfügung und ist über den Google Play Store und den Apple Store zu finden. Wer die App nach dem Herunterladen öffnet, sollte sich registrieren, um alle Funktionen nutzen zu können. Anschließend kommt per Brief ein QR-Code für das Einloggen. „Auf diese Weise möchten wir sicherstellen, dass die App wirklich den Dorfgemeinschaften zur Verfügung steht und gegen Missbrauch geschützt ist“, erklärt Norman Best, Projektbeauftragter des Landkreises Gießen für die digitalen Dörfer. Zum Start wird es außerdem für jedes Dorf noch eine eigene Homepage geben, über die engagierte Bürgerinnen und Bürger eigene Inhalte und Nachrichten in die App einbringen können.

Infos rund um das Projekt gibt es in Kürze auch direkt vor Ort: Ein Team des Gießener Unternehmens Fabrik19, das die App im Auftrag des Landkreises entwickelt hat, wird die fünf Orte besuchen und Fragen beantworten. Wer möchte, kann sich direkt am Infostand für die Nutzung aller Funktionen freischalten lassen. Zu finden sind die Infostände am Donnerstag, 15. Oktober, von 14 bis 17 Uhr in Treis (Festplatz vor der Sporthalle), am Freitag, 16. Oktober, von 10 bis 13 Uhr in Harbach (am DGH) sowie von 14 bis 17 Uhr in Oppenrod (am Bürgerhaus) und am Samstag, 17. Oktober, von 10 bis 13 Uhr in Dornholzhausen (am Bürgerhaus). Am 21.Oktober wird dann auch für die Königsberger zwischen 16 und 19 Uhr die Möglichkeit bestehen, sich am Bürgerhaus registrieren zu lassen.

Unter dem Motto „Vernetzt, wo man verwurzelt ist“ soll die Dorf-App ein Stück zur Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums beitragen, wie Landrätin Schneider erklärt: „Das Ziel ist es, mit digitaler Technologie genau die Eigenschaft zu stärken, die viele Dörfer so lebenswert machen: Ein reges Vereinsleben, ein gutes Miteinander von Generationen und gegenseitige Hilfe.“ Die Dorf-App startet zunächst als Teil des auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekts „Digitale Dörfer“ nur in den fünf Teilnehmer-Orten. Wenn Resonanz und Nachfrage positiv ausfallen, ist eine Ausweitung gemeinsam mit den Städten und Gemeinden auf weitere Orte im Landkreis möglich.

Wichtig ist den Beteiligten des Pilotprojekts, alle Akteure und Generationen aus den Dörfern zu beteiligen. So hat der Kreis-Seniorenbeirat die Bereitschaft signalisiert, mit verschiedenen Formaten auch ältere Menschen in der Handhabung von Laptop und Smartphone fit zu machen. Gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule ist im Spätherbst vorgesehen, Interessierten aus den Vereinen der fünf Dörfer noch einmal intensiv Tipps zu geben, wie sie über die App Inhalte bereitstellen können. Für Bürgerinnen und Bürger, die eigene Inhalte in die App einbringen möchten, wird es ebenfalls zeitnah Schulungen bei der VHS geben. Die Termine hierzu werden noch bekannt gegeben.

Förderung durch LEADER

Ermöglicht wird das Pilotprojekt durch eine Förderung über das LEADER-Programm der Europäischen Union, das der Stärkung des ländlichen Raums gilt und 65 Prozent der mit rund 254.000 Euro veranschlagten Gesamtkosten abdeckt. Die entsprechende Antragsbearbeitung nahm die Abteilung für den ländlichen Raum der Kreise Lahn-Dill und Gießen vor.

Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter dorfleben.lkgi.de.