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Stadtanzeiger Tann (Rhön)
Ausgabe 31/2026
Kirchliche Nachrichten
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Landeskirchliche Gemeinschaft Wendershausen

Wochenspruch

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lukas 12,48b

Herzliche Einladung

Sonntag 02. Aug.

kein Gottesdienst

Mittwoch 05. Aug.

Beginn 18:00 Uhr

Gebetskreis

Über den Wolken leuchtet die Sonne

Nein, es geht grad nicht anders.

Der Frieden liegt im Krankenhaus.

Zu schwer sind die Verletzungen, zu tief die Wunden.

Blass liegt die Zuversicht auf seinem Antlitz.

Ruhe, das ist das, was er jetzt braucht.

Die Engel in Weiß fächern ihm frische Luft zu.

Die Sorge, grad auf Krankenbesuch, schluchzt.

Die Tür geht auf und zwei Clowns huschen ins Zimmer.

Behutsam nähern sie sich dem Bett und lugen frech unter der Hutkrempe dem Frieden ins Gesicht.

In kleinen, unmerklichen Bewegungen tanzen ihre roten Nasen dabei lustig auf und ab.

„Freu dich!“, flüstern sie.

„Sei fröhlich!“

„Pst!“

Die Sorge legt den Zeigefinger über die Lippen.

Aber - sie kann nicht anders – ein leises Lächeln huscht ihr in die Mundwinkel.

Die Lebenslust fühlt den Puls in sich aufkommen, der Frieden hebt müde die Augenlider und entgegen aller Prognosen beginnen sich seine Wangen zu färben.

Mit übertriebener Geste klatschen die Clowns sich ab und niemand mehr zweifelt daran:

Der Frieden wird Stadt finden!

Gewiss! - Stefan Richter

Jacob war ebenso bedrückt. Er saß am Flughafen und blickte trübsinnig aus dem Fenster. Der Flug hatte sich um zwei Stunden verspätet, und Warten war etwas, das er schrecklich nicht mochte. Noch schlimmer war, dass er überhaupt nicht gern in Flugzeugen flog, er hatte faktisch Angst zu fliegen. Und die Verspätung bedeutete, dass seine Angst ihn immer stärker und stärker quälen, seine aufgewühlte Seele verzehren und sein Herz immer häufiger und unruhiger schlagen lassen würde.

Außerdem hatte er neben dem Flug noch reichlich andere Sorgen, und die Schwermut quälte ihn immer stärker, die Sorge darüber, was geschehen könnte, plagte ihn. Er hatte seinen Frieden, seinen ruhigen Schlaf und sogar seinen Appetit verloren.

Er war so in seine traurigen Gedanken versunken, dass er nicht einmal hörte, wie das Boarding ausgerufen wurde. Die Leute wurden lebhaft und in Bewegung, eilten zu den Türen.

Und erst als sein Nachbar von seinem Sitz aufstand, rief er ihm nach:

„Zu welchem Flug wird geboardet?“

Der andere blieb einen Augenblick stehen und antwortete:

„Zu dem, auf den Sie gewartet haben. Hoffentlich nicht zu spät ... es sei denn, Sie haben es sich anders überlegt ...“

Jacob ging als Letzter ins Flugzeug und nahm den Platz am Fenster ein, hinter dem sich noch immer dunkle Gewitterwolken befanden. Bald hob das Flugzeug vom Boden ab und stieg immer höher und höher. Bald wurde Jacob von der hellen Sonne geblendet.

Über den Wolken scheint die Sonne! Die Sorge verließ ihn.

Auch über den „irdischen Wolken“ scheint immer die himmlische Sonne, man muss nur lernen, über diese „Wolken“ hinaus aufzusteigen.

Info: Landeskirchl. Gemeinschaft ( LKG.), Hauptstr.61, 36142 Tann / H. Limpert