Mittwoch, 15. Juli | |
| 12.00 Uhr | Weyer Mittagessen im Ev. Gemeindehaus |
| 19.00 Uhr | Münster „Spinnstubb“ |
Sonntag, 19. Juli (7. Sonntag nach Trinitatis) | |
| Im Zuge der Sommerkirche im Gebiet der neu entstehenden Evangelischen Kirchengemeinde Goldener Grund/Taunus finden an diesem Sonntag drei Gottesdienste statt: | |
| 11.00 Uhr | Kirche Neesbach |
| 11.00 Uhr | Gartengottesdienst Dauborn |
| 11.00 Uhr | Kirche Heringen |
Ansprechpartnerin im Gemeindepfarrdienst ist Pfarrerin Sarah Fröhlich in Mensfelden, Tel: 06431/42352
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
Selters-Münster/Villmar-Weyer (uf) Als vor einigen Wochen Christian Y. Schmidt, ehemaliger Titanic-Chefredakteur und Autor zahlreicher Bücher aus den verschiedensten Bereichen, in der Münsterer Kirche einen Leseabend hatte, wurde er. Denn Pfarrer Ulrich Finger konfrontierte ihn mit der Geschichte seiner Vorfahren.
Der eigentlich aus Bielefeld kommende Schmidt, dessen Vorfahren zum Teil aus dem Dillkreis stammten (Hirzenhain), hat vor einigen Jahren das Buch „Der letzte Huelsenbeck“ geschrieben. In diesem Buch geht der Ich-Erzähler auf die Suche nach der eigenen Geschichte und den früheren Mitgliedern seiner Clique, die sich alle nach bekannten Mitgliedern der DaDaisten-Szene benannt hatten. Der Ich-Erzähler selbst, also das Alter Ego des Christian Y. Schmidt, hatte damals den Namen Huelsenbeck.
Richard Huelsenbeck (1892-1974) war einer der kreativsten Geister jener DaDaistischen Bewegung, die in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland und der Schweiz für künstlerisches Aufsehen sorgten. Und – und damit überraschte Finger den jetzt in Berlin lebenden Schmidt: Die Oma des Huelsenbeck ist im Münsterer Pfarrhaus geboren und aufgewachsen. Die Pfarrerstochter Marie Mügge (1850-1911) aus Münster hatte den Markscheider Christian Fink (1835-1910) aus Weyer geheiratet, deren gemeinsam Tochter Johanna (1871-1942) dann im hessischen Frankenau den Richard Huelsenbeck geboren hatte. Dort erinnert noch ein Museum an den berühmten Sohn des Dorfes.
Die gemeinsame Grabstätte Fink/Huelsenbeck befindet sich auf dem Dortmunder Friedhof und wird von Liebhabern der DaDaisten-Szene noch immer geehrt. Leider ist das Buch „Der letzte Huelsenbeck“ nur noch antiquarisch erhältlich.