Selters-Münster. Im letzten Gottesdienst des Jahres 2025 gab es zum letzten Mal auch ein Gruppenbild des „Marmeladenpfarramts“ bei der Bekanntgabe der Spendenergebnisse in der Münsterer Kirche. Noch einmal wurden gut 3000 Euro gespendet.
Knapp 30 Jahre gab es das „Marmeladenpfarramt“ um die Pfarresfamilie Finger. Unterstützt in früheren Jahren durch Mitarbeitende aus den Weiltalgemeinden, in den letzten Jahren durch zahlreiche Frauen und Männer aus den Laubustalgemeinden Münster und Weyer. Seit Jahresende ist das „Gewerbe“ abgemeldet, so Pfarrer Ulrich Finger. Zurückgegebene leere Weck-Gläser werden noch gefüllt aus bestehenden Vorräten, aber im Sommer werde auch das Marmeladenpfarramt in Rente gehen, so der bärtige Pfarrer bei seinem letzten Rechenschaftsbericht in der Kirche.
Insgesamt habe man gut 110.000 Euro spenden können durch den Verkauf pfarrhausmacher Marmeladen. Viele Spenden seien in internationale humanitäre Projekte geflossen für die Arbeit von Diakonie, Caritas, Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen. Aber auch Projekte der Goßner Mission, des Deutschen Instituts für ärztliche Mission, der Vereinigten Evangelischen Mission, der Christoffel Blindenmission und des Gustav-Adolf-Werkes seien regelmäßig unterstütz worden. Daneben die Arbeit von Hospizdiensten, Clowndoktoren oder auch das Pflegezentrum Weilmünster.
„Schwein gehabt“ sei nun das Ziel der letzten Spende des Jahres 2025. Im südafrikanischen Malawi unterstützt das Deutsche Institut für ärztliche Mission ein landwirtschaftliches Projekt, dessen Erlös dem Erwerb von Medikamenten für psychisch erkrankte Menschen dient. 500 Euro für DiFäm und 500 Euro für „Brot für die Welt“ sind so die letzten Spenden des Marmeladenpfarramts im Jahre 2025. „So lange ich noch Gläser zurückbekommen, kann ich noch ein wenig nachkochen für den Direktverkauf und einige bekannte Verkaufsstellen. Aber im Sommer ist dann nach 30 Jahren Schluss,“ so Pfarrer Finger mit einer Spur von Wehmut, aber auch Stolz auf das gemeinsam Geleistete.