Das Lahn-Marmor-Museum lädt für Sonntag, den 20. September zu Wanderungen trockenen Fußes durch ein 380 Millionen Jahre altes mitteldevonisches Stromatoporenriff ein. Museumsführer begleiten zum Nationalen Geotop „Unica-Bruch“ und erläutern die Entstehung dieses besonderen Aufschlusses.
Kostenlose Führungen durch den Unica-Bruch werden um 11:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr angeboten. Treffpunkt am Museum.
Die Entstehung eines Stromatoporenriffs im Devonmeer ist nirgends in der Welt so klar zu sehen wie im Unica-Bruch in Villmar, der ca. 380 Meter hinter dem Lahn-Marmor-Museum liegt. Zu erkennen sind neben den Stromatoporen und Korallen auch Seelilien, Kopffüßler, Schnecken sowie Brachiopoden, deren Wachstum durch den hohen Kalkgehalt des Devonmeeres begünstigt wurde. Der Aufschluss im Villmarer Unica-Bruch gilt als ein sehr seltenes, vielleicht in der ganzen Welt einmaliges Zeugnis der Entwicklung eines Stromatoporenriffs und zählt zu den bedeutenden Geotopen in Deutschland.
Anschließend besteht die Möglichkeit zum Besuch des Lahn-Marmor-Museums mit der aktuellen Sonderausstellung "Lahnmarmor im 19. Jhd. – Aufbruch in die Moderne“. Hier ist für Besucher der Eintrittspreis zu entrichten, Mitglieder im LMM e. V. haben freien Eintritt (bitte an der Kasse angeben).
Steinmetz Gerhard Höhler gibt Einblicke in die Arbeit mit dem Lahnmarmor und stellt sein Handwerk an Objekten und Maschinen vor.
Außerdem findet zum 10-jährigen Bestehen des Museums ein Sonderverkauf statt.
Von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr werden am Museumsgebäude (bei schlechtem Wetter im Museum) zum Beispiel Objekte angeboten, die im Laufe der Jahre durch Spenden dem Museum übereignet wurden. Darunter sind auch künstlerisch wertvolle handgefertigte Einzelstücke. Auch Fossilien, wie zum Beispiel Korallen und Schnecken aus verschiedenen Lahnmarmorbrüchen, aber auch aus anderen Fundstellen gibt es zu kaufen. Mineralien wie verschiedene Kalzite und Kristalle sind ebenfalls im Angebot.
Veranstalter ist der Verein Lahn-Marmor-Museum e. V.; der gesamte Erlös wird für das Lahn-Marmor-Museum verwendet.
Weitere Sachspenden werden gerne entgegengenommen.