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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 12/2026
Germersheim aktuell
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Analoger Wahl-O-Mat machte Station in Germersheim

(V.l.n.r.:) Dr. Sarah Scholl-Schneider (stellv. Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung RLP), Prof. Dr. Renata Makarska (Johannes Gutenberg-Universität Mainz/FTSK Germersheim), Erster Beigeordnete Dr. Sascha Hofmann und Franca Schreiber (Referentin des Landtags Rheinland-Pfalz). Foto: SMohr | Stadt Germersheim

Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl 2026 veranstalten die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) und der Landtag Rheinland-Pfalz noch bis einschließlich 21. März eine gemeinsame „Wahltour“, bei der die analoge Variante des Wahl-O-Mats, in mehreren Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit bietet, sich interaktiv mit den politischen Themen auseinanderzusetzen, die das Bundesland bewegt.

Unterstützt wird das Format an den jeweiligen Stationen vor Ort durch Mitglieder des Landesbündnisses „Demokratie gewinnt!“ und weiteren Partnerinstitutionen. Ziel der „Wahltour“ ist es, insbesondere Erstwählerinnen und Erstwähler sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu informieren, zur Stimmabgabe zu motivieren und das Bewusstsein für demokratisches Engagement zu stärken.

Am Donnerstag vergangener Woche machte der neue „analoge Wahl-O-Mat zum Aufkleben“ Station am Fachbereich 06 Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Station in Germersheim.

Der Erste Beigeordnete Dr. Sascha Hofmann informierte sich vor Ort über das Angebot, das aus einem Demokratiestand des rheinland-pfälzischen Landtags und dem „Wahl-O-Mat zum Aufkleben“ zur Landtagswahl 2026 bestand.

„Wir alle kennen seit Jahren das bewährte Online-Tool „Wahl-O-Mat“, das eine gute Möglichkeit bietet, um sich über die zur Wahl stehenden Parteien zu informieren und deren Positionen mit den eigenen Ansichten abzugleichen. Die analoge Variante „Wahl-O-Mat zum Aufkleben“ bietet noch einmal eine ganz andere, eher spielerische Form der Orientierung und bietet darüber hinaus ganz viel Raum und Austauschmöglichkeit“, resümiert der Erste Beigeordnete Dr. Sascha Hofmann.

Wie die übrigen Besucherinnen und Besucher an diesem Tag, ergriff auch Dr. Hofmann die Möglichkeit, die mobile Form des Wahl-O-Mats zu nutzen. Jede der insgesamt 38 Thesen, die auf Stellwänden zu lesen waren, musste entweder mit einem grünen Aufkleber (Zustimmung) oder einem roten Aufkleber (keine Zustimmung) versehen werden. Konnte keine Entscheidung getroffen werden, wurde sowohl der grüne als auch der rote Aufkleber verwendet. Abschließend wurde die persönliche Aufkleber-Vorlage digital ausgewertet und das Ergebnis ausgedruckt.

LpB-Direktor Bernhard Kukatzki betonte im Vorfeld: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, mit den Menschen über die 38 Thesen ins Gespräch zu kommen, sie für die Bedeutung ihrer Stimme zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, dass ihre Beteiligung an der Demokratie zählt.

Und auch Landtagspräsident Hendrik Hering hielt vor dem Start der gemeinsamen „Wahltour“ fest: „Der Landtag ist das Herz unserer parlamentarischen Demokratie. Hier werden Gesetze beschlossen, die Interessen der Menschen vertreten und politische Verantwortung übernommen. Gleichzeitig ist Demokratie mehr als ein politisches System: Sie ist eine Lebensform, die im Alltag beginnt. Wahlen verbinden die Arbeit des Landtags mit der Stimme der Bürgerinnen und Bürger. Mit dem mobilen Format schaffen wir deshalb ein offenes Gesprächsangebot und bieten Interessierten einen Raum für den persönlichen Austausch. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern lebt vom Dialog und vom Mitmachen jeder und jedes Einzelnen.“