Vertreter der Kriminalpolizei Landau und der Polizeiinspektion Germersheim informierten nach Einbruchsvorfällen in der Germersheimer Innenstadt bei einem Vor-Ort-Termin im Stadthaus über den aktuellen Sachstand zum Thema Sicherheit in der Festungsstadt.
Vor dem Hintergrund mehrerer Einbruchsfälle in den vergangenen Monaten informierten Johannes Freundorfer, seit 2024 Chef der Kriminalpolizei Landau, sowie Christian Rapp, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Germersheim, sowohl Germersheims Stadtchef Marcus Schaile als auch Sylvia Böhm, die als Betroffene, aber auch als Vertreterin der Germersheimer Gewerbetreibenden zum Infogespräch hinzugebeten worden war, über die aktuelle Sachlage. Eingeladen hatte Bürgermeister Marcus Schaile, um den direkten Austausch mit der Polizei zu ermöglichen und Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
Sylvia Böhm, die seit 16 Jahren ein Geschäft in der Marktstraße betreibt, berichtete, dass innerhalb des letzten Vierteljahres zweimal bei ihr eingebrochen worden sei und es danach noch zu einem weiteren Einbruchsversuch gekommen sei. Sie sprach zugleich im Namen weiterer Geschäftsinhaberinnen und -inhaber, die in jüngster Zeit ebenfalls vermehrt Diebstahlaktivitäten festgestellt hatten. Zudem wurde eine als gering empfundene Polizeipräsenz in der Innenstadt thematisiert.
Johannes Freundorfer und Christian Rapp konnten hierzu einordnende und beruhigende Fakten liefern. So wurde betont, dass flankierend zu den sichtbaren polizeilichen Maßnahmen auch zivile Einsatzkräfte im Stadtgebiet tätig sind. „Kriminalpolizei und Schutzpolizei arbeiten eng und abgestimmt zusammen, um ein möglichst hohes Maß an Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten“, erklärten die beiden anwesenden Polizeivertreter unisono.
Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 waren insgesamt sieben Einbrüche registriert worden. Nach Einschätzung der Polizei liegt dieser Wert im üblichen Bereich für ein Mittelzentrum der Größe der Stadt Germersheim. Auch die Aufklärungsquote bewegt sich mit rund 60 Prozent auf dem Niveau des Landesdurchschnitts. Im Hinblick auf die aktuelle Situation in Germersheim konnte am 18. Februar 2026 ein 31-jähriger Mann festgenommen werden. Seit seiner Festnahme wurden keine weiteren Einbrüche im Stadtzentrum von Germersheim verzeichnet.
Insgesamt kann die Sicherheitslage in der Festungsstadt als stabil bewertet werden. Dennoch richteten beide Polizeivertreter zum Abschluss des Gesprächs an alle Bürgerinnen und Bürger die dringliche Bitte: „In Bedrängnissituationen wählen Sie bitte unverzüglich die Notrufnummer 110!“
Bürgermeister Marcus Schaile bedankte sich abschließend bei allen Teilnehmenden für den offenen und konstruktiven Austausch und unterstrich, dass er den Dialog zwischen Bürgerschaft, Gewerbe und Sicherheitsbehörden auch künftig fördern werde.