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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 15/2022
Neues aus Tournus
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Lavoirs - Waschhäuser

Die Stadt verfügt noch über acht Lavoirs. Ihre Geschichte geht zurück bis ins 18. Jahrhundert. In den meist an einem Bach oder an einem Fluss gelegenen Waschhäusern trafen sich die Frauen, erzählten und wuschen die Wäsche.

Dank der in den 90er Jahren gestarteten Renovierungsarbeiten konnten die noch vorhandenen Waschhäuser gerettet werden. Sie waren zu dieser Zeit alle in einem sehr schlechten Zustand, zum Teil in Vergessenheit geraten und versteckt unter der Vegetation, berichten der für die Grünflächen der Stadt verantwortliche Leiter des Espaces verts und das für die Renovierungsarbeiten zuständige Ratsmitglied, dem Journalisten Florent Muller.

Das Interieur, Dächer, Wände ... wurden in den vergangenen Jahren gereinigt, gesichert, neu errichtet, um die Lavoirs vor dem Verfall zu retten. Auch das städtische Team des Bügermeisters Bertrand Veau will dieses kulturelle Erbe erhalten.

Im Jahr 2019 organisierte das Städtische Zentrum für soziales Handeln, mit Unterstützung des Vereins Tremplin, ein Workcamp für Jugendliche, die zwei der Lavoirs gründlich reinigten. Für die Restaurierung der weiteren Waschhäuser wurde ein Privatunternehmen beauftragt.

Die Arbeiten am schönsten und stattlichsten Waschhaus in Tournus, konnten durch Covid bedingt, noch nicht durchgeführt werden. Die Kosten in Höhe von etwa 17.200 Euro sind recht hoch, aber einmal fachmännisch vor dem Verfall gerettet, fallen für die Stadt nur noch geringe Wartungskosten an, berichtet der Journalist.

Magdalena Walch