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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 16/2026
Klimaschutz
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Klimaschutz in Germersheim

 

Urban Gardening

Kann man Gärtnern und Stadt kombinieren? - Aber klar doch! Das Urban Gardening umfasst verschiedene Arten des Gärtnerns, die alle an das städtische Umfeld angepasst sind. Urban Gardening gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn es fördert die Biodiversität, verbessert das Stadtklima und verkürzt Transportwege. Hierzu zählen:

Fensterbank-Gärtnern: Es umfasst die Zucht von Sprossen oder Microgreens (junge, essbare Keimpflanzen von Gemüse, Kräutern oder Getreide; Ernte: 7-14 Tage nach der Keimung).

Balkon-/Terrassengarten: Bei einem Balkon- oder Terrassengarten werden z. B. Kräuter, Tomaten, Radieschen oder Salate in Töpfen, Kästen oder Hochbeeten angebaut.

Vertical Gardening: Ein vertikaler Garten klettert an der Wand hoch und ist ideal, wenn der Platz knapp bemessen ist. Hier kommen z. B. Hängeampeln oder Palettenregale zum Einsatz.

Guerilla Gardening: „Samenbomben“ (Saatgutkugeln aus Erde, Ton und Saatgut) werden auf brachliegenden Flächen im Viertel ausgebracht, um dieses in ein Blütenmeer zu verwandeln. Wichtig: Es darf nur gebietseigenes Saatgut, sog. Regiosaatgut, ausgebracht werden. Daher sollte man sich unbedingt vor Ort erkundigen, welche Pflanzen dazu zählen.

Dachgärtnern: Ziel ist es, aus Dachflächen Grünflächen zu machen. Ein Zugang muss vorhanden und eine Bepflanzung erlaubt sein. Die Bepflanzung verbessert zudem die Gebäudeisolierung.

Um das städtische Gärtnern nachhaltig zu gestalten, kann man z. B. torffreie Erde verwenden, selber Kompostieren und Regenwasser in einem Regenauffangbehälter sammeln. Wichtige Beiträge sind auch der Verzicht auf chemische Substanzen und der Anbau von regionalem Saatgut und insektenfreundlicher Pflanzen.