Titel Logo
Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 17/2026
Klimaschutz
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Klimaschutz in Germersheim

Regiosaatgut

Regiosaatgut stammt von Wildpflanzen, die sich über viele Generationen an bestimmte regionale Klima- und Bodenverhältnisse angepasst haben. Es ist autochthon, was so viel bedeutet wie „am Fundort vorkommend“ bzw. „einheimisch“. Regiosaatgut wird daher gezielt in seiner Ursprungsregion gezüchtet. In Deutschland gibt es 22 Ursprungsgebiete für gebietsheimisches Saatgut. Germersheim befindet sich in dem Ursprungsgebiet 9 „Oberrheingraben mit Saarpfälzer Bergland“.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Heimische Pflanzen sind angepasst an die Umweltbedingungen und widerstandsfähiger gegen lokale Extrema (Bsp. Trockenheit oder Frost) sowie regionale Schädlinge und Krankheiten. Zugleich dienen sie als Nahrung für heimische Insekten, Vögel und Kleintiere. Die Nutzung von Regiosaatgut ist also besonders nachhaltig, fördert die Biodiversität und spart Ressourcen. Bei den Einsatzgebieten kann es sich z. B. um Flächen mit Renaturierungsbedarf, Blühwiesen, Hecken oder auch Dachbegrünungen handeln.

Zudem bietet die Pflanzentauschbörse am 9. Mai von 10:00 bis 13:00 Uhr auf dem Innenstadt-Flohmarkt am Königsplatz die Möglichkeit, Pflanzen und Accessoires rund um die Pflanzenzucht und -pflege, so auch Regiosaatgut, untereinander zu tauschen.