Foto: Britta Hoff
Jürgen Menge (1. Vorsitzender des Trägervereins des Deutschen Straßenmuseums) bedankte sich in seiner Rede bei allen Unterstützern, die bei der Neukonzeption mit Rat und Tat zur Seite standen. Fotos: SMohr | Stadt Germersheim
Bürgermeister Marcus Schaile zeigte sich in seiner Rede beeindruckt vom neuen Museumskonzept.
Ein Schnitt, der den Startschuss gab: Gemeinsam eröffneten die Beteiligten den neugestalteten Ausstellungsbereich.
Herzliche Begrüßung zwischen Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und Bürgermeister Marcus Schaile anlässlich der Wiedereröffnung des modernisierten Ausstellungsbereiches im Deutschen Straßenmuseum.
Landrat Martin Brandl vom Kreis Germersheim (2.v.r.) übergab dem 1. Vorsitzenden des Trägervereins Jürgen Menge (Bildmitte) einen Scheck über 10.000 Euro aus der Sparkassenstiftung und würdigte die Bedeutung des bundesweit einzigartigen Museums für den Landkreis Germersheim. Auf dem Bild sind auch der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Südpfalz Svend Larsen (links im Bild), Bürgermeister Marcus Schaile (2.v.l.) und Landrat Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße), ganz rechts im Bild, zu sehen.
Die neuen Ausstellungsobjekte im Deutschen Straßenmuseum wecken großes Interesse und regen zum gegenseitigen Austausch unter den Besucherinnen und Besuchern an.
Mit Interesse erkundet Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (links im Bild) die neuen Ausstellungsobjekte.
Bürgermeister Marcus Schaile (Bildmitte) zusammen mit Jürgen Menge (1. Vorsitzender des Trägervereins des Deutschen Straßenmuseums) und dem Ehrenmitglied des Trägervereins Hans Dieter Schönborn (links im Bild). In Händen halten sie ein Plakat mit dem Logo des Deutschen Straßenmuseums, welches Hans Dieter Schönborn zur offiziellen Namensgebung des Museums im Jahr 1995 entworfen hatte.
Neuer, interaktiver Ausstellungsbereich im Deutschen Straßenmuseum in Germersheim eröffnet
„Auf keiner Straße gibt es so viele Schlaglöcher wie auf der Straße zum Glück.“ Mit diesem Zitat des Schriftstellers Paul Mommertz begann der 1. Vorsitzende des Deutschen Straßenmuseums, Jürgen Menge, am 22. Dezember 2025 die Feier zur Wiedereröffnung eines großen und bedeutenden Teiles des Deutschen Straßenmuseums in Germersheim.
Eine überaus große Zahl an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hatte sich zu dieser Feierstunde eingefunden. Allen voran Staatsministerin Daniela Schmitt vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, die insbesondere die Bedeutung der Straße – und damit auch des Museums - hervorhob und die Bedeutung im Hinblick auf die Freiheit und freie Mobilität in unserer Gesellschaft aufzeigte. Auch das ein Grund dafür, warum mit dem in ihrem Ministerium federführend verwaltete LEADER-Förderprogramm das neue Konzept mit der Premium-Förderung über 200.000.- Euro ausgestattet werden konnte.
Dem schloss sich in seinem Grußwort der Bezirkstagsvorsitzende und Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld an, der mit dem Bezirksverband das Museum auch finanziell unterstützt. Auch Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim und damit Hausherr des Gebäudes, zeigte sich beeindruckt vom neuen Museumskonzept, dessen Umsetzung von der Stadt mit einem frischen Anstrich im neuen Ausstellungsbereich und einer hochwertigen, professionellen Museumsbeleuchtung tatkräftig unterstützt wurde. „Der neue Ausstellungsbereich begeistert“, so der Germersheimer Stadtchef in seinem Grußwort, „er regt zum Mitmachen an und vermittelt anschaulich, welch komplexe Wissenschaftsbereiche hinter der Entwicklung von Straßen stecken – von planerischen Herausforderungen über technische Innovationen bis hin zu gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen. Durch moderne, interaktive Elemente wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern erfahrbar gemacht. Damit wird das Museum, noch viel intensiver als früher, zu einem Ort des Dialogs, der Neugier und des gemeinsamen Lernens.“
Begrüßen konnte Jürgen Menge darüber hinaus die Landräte Dietmar Seefeldt (Landkreis Südliche Weinstraße) und Martin Brandl (Landkreis Germersheim) sowie eine Reihe weiterer Bürgermeister, den Geschäftsführer des LBM Rheinland-Pfalz, Franz-Josef Theis, viele weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie viele weitere Besucherinnen und Besucher, die sich inmitten der neuen Ausstellung von deren Qualität und Informationsvielfalt überzeugen konnten.
„Ist das Thema Straße ein Museum wert?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vorstand seit Jahren, wie Menge erläuterte. Verkehrsmuseen gibt es sowohl in Deutschland als auch in Europa einige – in Dresden, Berlin, München, Wien oder Prag, um nur einige zu nennen –, aber ein Museum, das sich ausschließlich und vertieft dem Thema „Straße“ widmet, das gibt es derzeit nur in Germersheim. Und es sollte erhalten und weiter ausgebaut werden.
Die im Deutschen Straßenmuseum dargestellten Aspekte und historischen Zusammenhänge zeigen, welche Bedeutung die Straße allein schon grundsätzlich hat. Dies soll mit dem neuen Museumskonzept und der damit verbundenen Darstellung aktueller Entwicklungen weiter vertieft werden.
Das 1989 gegründete Straßenmuseum präsentiert die Geschichte des Straßenbaus in einer Dauerausstellung. Das Museum im ehemaligen Zeughaus der Festung Germersheim erstreckt sich über ca. 5.000 qm verteilt auf gut 20 sehr unterschiedliche Räume und ein großzügiges Außengelände.
Mit viel Herzblut haben Männer und Frauen aus dem gesamten Feld des Straßenbaus dieses einmalige Museum geschaffen. Die Sammlung des Museums wurde im Laufe der letzten 30 Jahre immer wieder erweitert. Und für viele Jahre war dies völlig angemessen und – man muss sagen - ein Leuchtturm in der Region.
Was man aber auch sagen muss: Es waren eben Fachleute für Straßenbau, die dieses Museum geschaffen haben - und keine Museumsfachleute. Die museale Präsentation entsprach nicht mehr den derzeitigen Ansprüchen und Sehgewohnheiten der Besucher. Der Trägerverein des Deutschen Straßenmuseums hat daher die Überarbeitung und Modernisierung des Museums beschlossen.
Hierbei sollte die thematische Gliederung der Gesamtdarstellung deutlich "sichtbar" gemacht werden, damit die Besucher die Gliederung der Präsentation auf den unterschiedlichen Ebenen kulturhistorisch, bauhistorisch und -technisch deutlich nachvollziehen können. Die Besucherführung wurde verbessert, Texte und Beschriftungen wurden vereinheitlicht und deutlich gekürzt, um alle Museumsgäste verständlich und attraktiv anzusprechen. Die Objekte wurden neu geordnet, strukturiert und „zum Sprechen“ gebracht. Das aktive Erleben der Besucher wird durch den Einsatz von Aktiv- und Medienstationen verstärkt, haptische und sinnliche Elemente machen nun die Ausstellung mit allen Sinnen erfahrbar.
Jürgen Menge dankte am Ende der Veranstaltung allen, die bei dieser Neukonzeption mitgewirkt haben. Besonders bedankte er sich bei Landrat Brandl, der von der Sparkasse einen Scheck über 10.000.- Euro überreichte. Menge schloss mit den Worten: „Auch wenn es viele Schlaglöcher auf dem Weg bis zum heutigen Eröffnungstag gegeben hat: Alle Anstrengungen haben sich allemal gelohnt, wie die überwältigende Resonanz am heutigen Tag zeigt!“
Mit der notwendigen, jetzt erfolgten Modernisierung wird das Deutsche Straßenmuseum nicht nur zeitgemäßer, sondern auch zugänglicher für ein breiteres Publikumsspektrum. Ob Kinder, Jugendliche, Fachleute oder interessierte Besucherinnen und Besucher – dieses Museum lädt alle ein, sich mit der Bedeutung der Straße auseinanderzusetzen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Fotos, wenn nicht anders gekennzeichnet: SMohr I Stadt Germersheim