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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 22/2019
Germersheim aktuell
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Germersheim wird bunt – in 72 Stunden

Foto: Bastian

„Denn wir wollen nicht nur reden, lass uns was bewegen in 72 Stunden.“ Mit diesen Worten starteten die über 60 Teilnehmer*Innen der KjG Germersheim und KjG Sondernheim zusammen mit dem Freundeskreis Asyl am Donnerstag um 17:07 Uhr in die 72-Stunden-Aktion. Der diesjährige Projektauftrag lautete: Germersheim ist bunt und hier geht‘s rund – Aufräumaktion, Unterstützung der Fahrradwerkstatt und Blumenkübel gestalten.

Bereits am Freitagmorgen ging es mit den Projekten los. Wir sammelten gemeinsam Müll am Rhein, bemalten die Blumenkübel in Regenbogenfarben und unterstützen tatkräftig die Fahrradwerkstatt beim Reparieren kaputter Fahrräder – eine Testfahrt durfte da natürlich auch nicht fehlen.

Am nächsten Morgen stand ein Besuch beim Wertstoffhof in Bellheim mit einer kleinen Führung auf dem Programm. Dort haben wir eine Reportage zum Thema „Was passiert mit dem Müll?“ gedreht. Nach dem Mittagessen beschäftigte sich die Aufräum-Gruppe dann mit den Hundefähnchen, die sie bunt und witzig mit Sprüchen wie „Knicki Knacki, weg die Kacki“ gestalteten und später beim Müllsammeln verteilten.

Währenddessen haben wir in der Fahrradwerkstatt weiter fleißig Fahrräder repariert und getestet. Zudem haben wir dort zusammen mit den Helfern von der Fahrradwerkstatt eine Wand gestaltet, auf der sich jede*r Teilnehmer*In mit einem Handabdruck verewigen konnte.

Zeitgleich hat die „Blumen-Gruppe“ sich daran gemacht, die Blumenkübel noch zu verzieren – mit Motiven wie dem Seelenbohrer, dem Logo der KjG, oder Stoppi und Sabiene, den Maskottchen der 72-Stunden-Aktion. Anschließend mussten wir diese noch auf dem Paradeplatz zusammenbauen und mit Folie auskleiden. Für das Befüllen der Blumenkübel mit Erde mussten wir anschließend noch eine Nachtschicht einlegen.

Für den Samstag und Sonntag haben wir uns als Aktionsgruppe noch eine kleine Herzensangelgenheit vorgenommen: Bei der 72-Stunden-Aktion 2009 wurde in Sondernheim die Unterführung gestrichen und bemalt. Diese war nach 10 Jahren ein wenig in Mitleidenschaft gezogen und mit Graffitis beschmiert worden. Daher haben wir es uns selbst zur Aufgabe gemacht, diese während der diesjährigen 72-Stunden-Aktion wieder herzurichten und aufzufrischen.

Am Sonntag standen nur noch einzelne Kleinigkeiten in den einzelnen Projekten und das gemeinsame Begegnungsfest am Paradeplatz an. Wir haben die Blumenkübel auf dem Paradeplatz mit verschiedenen und bunten Blumen bepflanzt, die zum Großteil auch bienenfreundlich sind, und sogenannte „Seedballs“ gemacht. Die Fahrräder und insbesondere die restaurierte Rikscha wurden an den Paradeplatz gebracht, wo wir dann für die Besucher unseres Festes einen kleinen Fahrradparcour aufgebaut haben, bei dem sie ihr Können auf dem Zweirad beweisen konnten.

Mit unserem Fest konnten wir gemeinsam bei Hüpfburg, Eis, Slush, Cocktails, Kaffe und Kuchen eine gelungene 72-Stunden-Aktion ausklingen lassen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*Innen und Unterstützer*Innen, ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen wäre.