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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 22/2026
Klimaschutz
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Klimaschutz in Germersheim

 

Pikoparks

Haben Sie schon einmal etwas von Pikoparks gehört? - Piko (bzw. Pico) bedeutet Billionstel einer Maßeinheit. Wenn dieses Wort verwendet wird, handelt es sich letztlich also immer um etwas sehr Kleines. So auch bei den Pikoparks. Das sind kleine, temporäre oder dauerhafte Grünflächen, die durch einfache Umgestaltungen im öffentlichen Raum entstehen - oft auf ungenutzten Flächen wie Parkplätzen, Straßenabschnitten oder Brachflächen.

Pikoparks leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz in Siedlungen. Insbesondere durch die Begrünung versiegelter Flächen werden Hitzeinseln im urbanen Raum hierdurch reduziert, gleichzeitig dienen die Pflanzen als Schattenspender und liefern durch Transpiration einen natürlichen Kühleffekt für die direkte Umgebung. Die Bepflanzung filtert zudem Luftschadstoffe und bietet Lebensraum für zahlreiche Insektenarten. Vegetation wirkt zudem als natürlicher Puffer bei Niederschlag und mildert negative Effekte von Starkregen erheblich.

Die kleinen Pikoparks werden u. a. mit mobilen Elementen wie Pflanzkübeln und Sitzgelegenheiten gestaltet und sind kleine Orte der Begegnung, Erholung und Naturerfahrung. Neben der öffentlichen Verwaltung können sich auch Anwohner sowie Initiativen und Vereine an der Umsetzung beteiligen. In Germersheim entsteht derzeit an der Ecke Schlossstraße / Zeughausstraße ein Pikopark auf einer Fläche von ca. 213 m².