In seiner Festrede würdigte Bürgermeister Marcus Schaile die erfolgreiche Entwicklung der Musikschule und gratulierte zum 40-jährigen Bestehen. Fotos: NVongerichten | Stadt Germersheim
Mit einem feierlichen Festakt beging die Städtische Musikschule und Musikakademie Germersheim ihr 40-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Bildung waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf vier Jahrzehnte erfolgreicher musikalischer Bildungsarbeit zurückzublicken.
Den musikalischen Auftakt gestalteten Matthias Eschli (Bariton) und Kirsten Häusler (Klavier) mit einem Werk von Franz Schubert. Im Anschluss begrüßte Musikschulleiter Bernhard Stephan die Anwesenden und führte in die Feierlichkeiten ein.
Die Festrede hielt Bürgermeister Marcus Schaile. Er zeichnete die Entwicklung der Musikschule von ihren bescheidenen Anfängen bis hin zu ihrer heutigen Bedeutung als feste Größe im kulturellen Leben der Stadt und der Region nach. Am 4. Februar 1986 hatte die damals neu gegründete Musikschule unter der Leitung von Oberstudienrat Walter Seidel ihren Betrieb aufgenommen. Anfangs wurden nur wenige Schülerinnen und Schüler in den Fächern Flöte, Querflöte, Klavier und Violine unterrichtet. Schon bald wuchs die Einrichtung jedoch kontinuierlich und erweiterte sowohl ihr Unterrichtsangebot als auch ihre räumlichen Kapazitäten.
Besonders hervorgehoben wurde die Aufnahme in den Verband deutscher Musikschulen im Jahr 1991, die den Zugang zu Landesfördermitteln ermöglichte. Unter der Leitung von Micha Mohr wurde das Angebot in den 1990er Jahren um die Bereiche Jazz- und Popularmusik sowie Musikalische Früherziehung erweitert. Mit dem Umzug in das „Hufeisen“ im Jahr 1998 erhielt die Musikschule schließlich erstmals ein eigenes Zuhause - ein Meilenstein in ihrer Entwicklung. In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf rund 700 an, betreut von etwa 40 Lehrkräften. Zahlreiche Erfolge beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ sowie die regelmäßige Mitwirkung an kulturellen Veranstaltungen wie dem Germersheimer Kultursommer oder der Kultur- und Museumsnacht unterstrichen die hohe Qualität der Arbeit.
In seiner Rede dankte Bürgermeister Schaile den ehemaligen und aktuellen Leitungen der Musikschule, den Lehrkräften, dem Förderkreis, den städtischen Gremien sowie seinen Amtsvorgängern für ihr langjähriges Engagement. Gleichzeitig richtete er den Blick auf die Zukunft der Einrichtung. Als wichtigen Schritt bezeichnete er die Überführung der Lehrkräfte in Beschäftigungsverhältnisse nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes im Jahr 2023. Damit seien attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen worden, um die hohe Qualität der musikalischen Ausbildung auch langfristig zu sichern.
Grußworte überbrachten anschließend Landrat Martin Brandl, der Vorsitzende des Landesverbandes der Musikschulen Rheinland-Pfalz, Christoph Utz, sowie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Südpfalz, Benjamin Hirsch. Sie würdigten die Bedeutung der Musikschule als Bildungs- und Kulturinstitution sowie ihren wertvollen Beitrag zur Förderung junger Menschen.
Den Abschluss des offiziellen Teils bildete ein weiterer musikalischer Beitrag mit einem Werk von Robert Schumann, dargeboten von David Hahnemann (Saxophon) und Olga Zheltikova (Klavier).
Beim anschließenden Sektempfang bot sich Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen, bevor nahtlos zum Musikschultag übergeleitet wurde. Dieser ermöglichte den Besucherinnen und Besuchern vielfältige Einblicke in die Arbeit der Musikschule und präsentierte die große Bandbreite des Unterrichtsangebots.