Zur Presseveranstaltung „Asiatische Tigermücke“ hatten die KABS und der Landkreis Germersheim am 1. Juni 2026 eingeladen. Dabei informierten KABS-Geschäftsführer Dirk Reichle, Dr. Christian Jestrabek, Bürgermeister und KABS-Vizepräsident Marcus Schaile, Kreisbeigeordnete Annette Kloos sowie Artur Jöst über die zunehmende Verbreitung der invasiven Mückenart und mögliche Gegenmaßnahmen.
Die Experten machten deutlich, dass die Asiatische Tigermücke zwar lästig und gesundheitlich relevant sei, ihre Ausbreitung aber durch konsequentes Handeln der Bevölkerung wirksam eingedämmt werden könne. Da die Mücke lediglich rund 200 Meter weit fliegt, entstehen die meisten Brutstätten in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern. Besonders Eimer, Regentonnen, Gießkannen oder andere Wassergefäße auf Privatgrundstücken bieten ideale Bedingungen für die Eiablage.
„Bitte sorgt dafür, dass wir möglichst trockene Gefäße haben. Damit helft ihr aktiv, die Brutstätten der Tigermücken einzudämmen“, appellierte Marcus Schaile. Regelmäßiger Wasserwechsel bei Vogeltränken und das konsequente Vermeiden von Wasseransammlungen seien wichtige Maßnahmen.
Dirk Reichle erläuterte die typischen Merkmale der Tigermücke, darunter die auffälligen weißen Streifen an Beinen und Rücken. Im Gegensatz zur heimischen Rheinschnake sei die Tigermücke tagaktiv, sehr aggressiv und steche häufig mehrfach.
Dr. Christian Jestrabek wies auf die gesundheitlichen Risiken hin. Die Tigermücke könne mehr als 20 verschiedene Viren übertragen, darunter auch Dengue-Fieber. Gleichzeitig betonte er, dass das Thema ernst genommen werden müsse, ohne Panik zu verbreiten. Entscheidend sei die aktive Mithilfe der Bevölkerung, um Brutstätten zu beseitigen und die Ausbreitung der Mücke einzudämmen.
Neben dem Abdichten von Regentonnen, dem Verschließen hohler Zaunpfähle und dem Anbringen von Mückennetzen können auch Bti-Tabletten zur Larvenbekämpfung eingesetzt werden. Artur Jöst brachte die gemeinsame Aufgabe auf den Punkt: „Wir sollten uns an die Maßnahmen gewöhnen und nicht an die Tigermücke.“ Kreisbeigeordnete Annette Kloos ergänzte: „Wir können alle einen Beitrag leisten.“