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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 25/2018
Veranstaltungshinweise
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An den Nagel gehängt

Die Uni-Bühne Germersheim präsentiert im Theaterkeller ihre 42. Produktion

An den Nagel gehängt!

Eine verrückte Komödie in einem Akt von Eugène Labiche

(Le clou aux maris)

Personen und Darsteller in der Reihenfolge des Auftretens:

Friquette, Dienstmädchen

Annkathrin Jantz

Besuchon

Philippe Lastic

Arthur, englischer Butler

(im Original ‚Amédée)

David E. Kohr

Ernest Picquefeu

Andreas Bünger

Olympia

Annalena Augustin

Hortense (hinzugefügt)

Angelika Wallenstein

Bilder: Angelika Wallenstein

Übersetzung und Regie: Rainer Kohlmayer

Alle Rechte bei Jussenhoven & Fischer, Köln

Die vom Leben verwöhnte Olympia betreibt einen krankhaften Totenkult um ihren verstorbenen Mann, den Notar Jules Montgicourt. Doch um ihren Lebensstandard und die Kanzlei zu retten, heiratet sie zum Schein dessen bescheidenen Sekretär Ernest Picquefeu, eröffnet ihm aber am Hochzeitstag, dass ihre Beziehung rein geschäftlich bleiben müsse: Sie habe ein Gelübde abgelegt! Picquefeu steht ziemlich dumm da. Als ein wütender Ehemann namens Besuchon zwecks sofortiger Scheidung in die Kanzlei stürmt, weil er soeben Liebesbriefe von Jules an seine Frau entdeckte, ergreift Picquefeu die willkommene Gelegenheit, seinen allzu perfekten Vorgänger vom Sockel zu stoßen und Olympias Liebe zu erobern. Doch jetzt tauchen unerwartete neue Probleme auf, bei denen auch das reizende Dienstmädchen und der hinterhältige Butler Arthur mitmischen.

Leichtfüßig verwandelt Labiche den frivolen Stoff in ein Feuerwerk aus Situations- und Charakterkomik und liefert vor allem Olympia die Gelegenheit, sämtliche Weiblichkeitsklischees vorzuführen (und zu parodieren), von der untröstlichen Witwe zur liebeshungrigen Ehefrau, von der Emanze zur Männerhasserin – und fast wieder zurück an den Anfang. Fast! Picquefeu hat nämlich am Ende die leise Hoffnung, dass kein Mensch alles, was er mal geschworen hat, tatsächlich halten muss.

Labiches Komödien spielen und versöhnen mit den Widersprüchen der bürgerlichen Welt – und lassen uns darüber lachen. Das Stück wird in Paris immer wieder gespielt, es ist hier zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt worden.

Beim Chor der Gäste sollte auch das Publikum mitsingen (Melodie etwa wie Richard Wagners „Treulich geführt…“): „Zwei treue Herzen sind vereint / und wollen jetzt gemeinsam schlagen. / Das Glück hat‘s gut mit euch gemeint, / denn es hat Mann und Frau vereint.“

Die vier Aufführungen sind am 25., 28., und 30. Juni um 19.00 Uhr, sowie am 29. Juni um 18.00 Uhr.

Vorverkauf über Mittag im Eingang des Neubaus oder auch über www.rainer-kohlmayer.de.