"66 Johr voll Glanz und Pracht, die Schnooke feiern Oscarnacht!": Auch "Die Rhoischnooke" feiern in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum! Das erste Prinzessinnenpaar der KVG, Jana I. und Denise I. warb in bewegenden Worten für die Veranstaltungen ihrer tollen Jubiläumskampagne, die in den nächsten Wochen anstehen.
Eine Abordnung der Germersheimer und Sondernheimer Sternsinger brachten den Segen in die Stadthalle und wurden vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Das Motto der diesjährigen Sternsinger-Aktion lautet "Schule statt Fabrik -- Sternsingen gegen Kinderarbeit". Die Spenden helfen Kindern, die sonst arbeiten müssen, sie sollen ihnen Bildung ermöglichen und die in vielen Ländern grassierende Kinderarbeit bekämpfen.
An den liebevoll gedeckten und dekorierten Tischen ließ es sich gut verweilen. Für jeden Gast gab es einen Veranstaltungskalender, der eine perfekte Übersicht über die Veranstaltungsvielfalt im Jubiläumsjahr 2026 bietet.
Hunderte von Besucherinnen und Besuchern strömten am zurückliegenden Sonntag erwartungsvoll und in bester Stimmung in die Germersheimer Stadthalle, um den Einstieg in das Jubiläumsjahr der Festungsstadt gebührend zu feiern. Vor 750 Jahren, am 18. August 1276, hatte König Rudolf I. von Habsburg Germersheim die Stadtrechte verliehen. Die Stadtrechtsverleihung war ein entscheidender Schritt für die Entwicklung Germersheims von einem „bloßen Ort“ zu einer eigenständigen Stadt mit erweiterten Rechten und Freiheiten. Dem Anlass entsprechend begrüßten Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile und sein Stellvertreter, Erster Beigeordneter Dr. Sascha Hofmann, ihre Gäste beim traditionellen Defilee in historischen Gewändern.
„Von heute an ist Germersheim eine freie Stadt mit königlichem Recht!: Ein ganz besonderer Höhepunkt des diesjährigen Neujahrsempfangs folgte gleich im Anschluss an das Defilee. Als treuer Herold zog Erster Beigeordneter Dr. Hofmann, gefolgt von Mitgliedern des Fanfarenzugs Sondernheim 1959 e.V., feierlich in die Stadthalle ein und übergab dem Stadtoberhaupt in einer historischen Szene die königliche Urkunde, deren Wortlaut, überzeugend vorgetragen vom aktuellen Germersheimer Bürgermeister, die glückliche Zukunft der neuen Stadt besiegelte: „Von heute an ist Germersheim eine freie Stadt mit königlichem Recht! Wir danken unserem edlen König für seine Gnade und werden diese Rechte in Ehren halten und Germersheim zu einer blühenden Stadt machen.“ Der sich diesen Worten anschließende feierliche Auftritt des Fanfarenzugs Sondernheim 1959 e.V. auf der Bühne der Stadthalle gab der Bedeutung des Vorgetragenen einen besonders würdevollen Rahmen.
In seiner Neujahrsansprache unterstrich Bürgermeister Schaile, dass man Wort gehalten hätte, Germersheim hätte sich in den zurückliegenden Jahrhunderten zu einer blühenden Stadtentwickelt. Im Rückblick ließe sich sagen, dass die Erhebung zur Stadt und die Verleihung der Privilegien im Jahr 1276 als „Initialzündung“für die weitere Stadtentwicklung und den späteren Aufstieg zur bedeutenden Garnisons- und Festungsstadt zu werten sei: „Germersheim ist nicht nur eine Stadt, sie ist für mich, und für viele andere auch, längst ein Lebensgefühl.“
Ausblick und Vorfreude aufs Jubiläumsjahr: „Ich blicke mit großer Vorfreude auf unser Jubiläumsjahr: 750 Jahre Stadtgeschichte – das ist ein unglaublicher Moment für mich und für uns alle. Wir dürfen stolz auf unsere Vergangenheit sein, und dankbar für das, was wir, meine Amtsvorgänger und ich, ehemalige und aktuelle Stadtratsmitglieder sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger bis heute erreicht haben“, so Schaile. Er wies auf die Vielfalt der Jubiläumsveranstaltungen hin, so z.B. auf den Faschingsumzug in Germersheim am Valentinstag 2026, bei dem die Stadt wieder mit einem Motivwagen vertreten sein wird, der in diesem Jahr natürlich auf die Verleihung der Stadtrechte hinweisen wird. Weitere Höhepunkte in diesem Jahr sind u.a. der Jubiläumsball am 14. März sowie die Eröffnung der Jubiläumsausstellung „Rudolf von Habsburg“ am 28. März im Stadt- und Festungsmuseum. Der August stellt mit den Jubiläumsveranstaltungen am 18. August(Jubiläums-Festakt und Theaterstück über die Verleihung der Stadtrechte durch König Rudolf von Habsburg, gespielt vom beliebten Duo „Spitz & Stumpf“) und dem großen Festwochenende vom 28. bis zum 30. August 2026 das Herzstück des Festjahres dar.
Rückblick auf das Jahr 2025
Schaile erinnerte natürlich auch an das zurückliegende Jahr und dessen bewegten Verlauf, an Besuche hochrangiger Persönlichkeiten wie Verteidigungsminister Boris Pistorius und den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, an die Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers der Stadtwerke Germersheim GmbH Dr. Wolfram Baumgartner und die Einführung seines Nachfolgers Stefan Filipic. Auch prägten großartige Jubiläen wie das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Germersheim und dem ungarischen Zalaszentgrót und 50 Jahre Jugendfeuerwehr und natürlich auch Vereinsjubiläen wie z.B. 25 Jahre EuroPalz, 25 Jahre Interkultur Germersheim, 30 Jahre Förderkreis der Musikschule Germersheim und 40 Jahre Protestantischer Seniorenkreis Sondernheim das Jahr 2025 maßgeblich.
Im letzten Jahr konnten mehrere relevante Bauvorhaben abgeschlossen werden, wie etwa der Inklusionsspielplatz im Stadtpark Fronte Lamotte, der seit seiner Eröffnung alle Kinderherzen höherschlagen lässt, die Calisthenics-Anlage im Rheinvorland und die Hauptbushaltestellen in Germersheim und in Sondernheim, die nach aufwändigem Um- und Ausbau nun alle barrierefrei sind.
Ausblick auf das Jahr 2026
Der Germersheimer Stadtchef ließ es sich nicht nehmen, auch die zahlreichen Projekte des kommenden Jahres hervorzuheben. Gemeinsam mit dem Handel, mit Hauseigentümern und Bürgerschaft soll die Innenstadt gestärkt werden. Hierfür erhält die Stadt Germersheim eine Fördersumme über 123.000 Euro aus dem Landesprogramm „Innenstadt-Impulse“.
Mit dem Geld wird in den nächsten zwei Jahren ein Gründerförderprogramm für die Innenstadt umgesetzt sowie große XL-Spiele im öffentlichen Raum platziert und ein „Weihnachts-Geschichtenpfad“ in teilnehmenden Geschäften während der Adventszeit geschaffen. Und noch ein weiteres Projekt ist in diesem Jahr geplant: Die Stadt Germersheim wird ein über LEADER finanziertes spannendes Projekt umsetzen mit dem Titel „Germersheim 1849“. Hier geht es darum, die Festungsgeschichte digital bzw. virtuell erlebbar zu machen. Projektstart soll im Frühjahr sein, die ADD hat bereits grünes Licht gegeben.
Bezüglich der Baumaßnahmen in der Klosterstraße verläuft derzeit der Straßenbau von der Brücke in Richtung Hufeisen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Die Fertigstellung dieses Bauabschnitts ist bis April vorgesehen.
Die Sanierung der Aussegnungshalle bzw. Trauerhalle auf dem Germersheimer Friedhof wird im Sommer erfolgen. In dieser Zeit werden Trauerfeiern im Freien stattfinden, hierfür werden Zelte aufgestellt.
Um dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen gerecht zu werden, wird die Stadt Germersheim 2026 einige Kindertagesstätten erweitern oder neu errichten: Die 2025 begonnenen Baumaßnahmen zum Neubau z.B. der Kita „Kleine Au“ werden in diesem Jahr fortgeführt. Nach Fertigstellung können insgesamt 100 Kita-Plätze angeboten werden. In der Kita „Die kleinen Strolche“ kann der bevorstehende Anbau einer Mensa voraussichtlich ab Mai genutzt werden. Die bisher dreigruppige Kita „Sonnenschein“ in Sondernheim soll ebenfalls auf 100 Plätze erweitert werden. Sobald die Förderbescheide gegen Ende 2026 ausgestellt werden, können die Bauarbeiten beginnen.
Als Bürgermeister Schaile zum Schluss seiner Rede schmunzelnd mitteilte, dass nun nach Jahren der Ankündigung das lange Warten nun wirklich ein Ende habe und der ersehnte Pavillon mit Gastronomieangebot im Rheinvorland in diesem Jahr endlich gebaut werden könne, hatte er die Lacher auf seiner Seite und erntete donnernden Zwischenapplaus: „Vorgesehen ist die Eröffnung für Spätsommer bzw. Herbst. Glücklicherweise erhielten wir zwei Tage vor Weihnachten noch den Förderbescheid des Landes Rheinland-Pfalz und haben im Anschluss gleich den Vertrag mit der Fa. Keil Konzepte in Speyer unterschrieben. Nun suchen wir einen qualifizierten und engagierten Pächter. Bis zum 16. Januar können sich Interessierte sehr gerne bei mir melden.“
Abschließend bedankte sich Schaile bei allen, die sich im vergangenen Jahr in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben und sich um Germersheim und seine Bürgerinnen und Bürger bemüht und verdient gemacht haben, und selbstverständlich auch bei allen Sponsorinnen und Sponsoren, die das 750-jährige Stadtjubiläum so tatkräftig unterstützen.
Ein herzlicher Dank des Germersheimer Stadtoberhaupts ging ebenfalls an die Sponsoren des Neujahrsempfangs: an das Weingut Johler aus Lustadt für den Sekt sowie an die Stadtwerke Germersheim für die köstlichen kulinarischen Häppchen, die zum Schluss serviert wurden: kleine „Habs-Burger“, mit Fleisch und als vegane Variation. Während der Verköstigung derselbigen konnten die Gäste den schwungvollen Rhythmen der TC Bigband aus Böhl-Iggelheim lauschen. Zum Schluss wurde den Besucherinnen und Besuchern des Neujahrsempfangs dann noch die KI-generierte Jubiläumshymne des Jahres 2026 präsentiert, die direkt zum Mittanzen und Mitsingen einlud.
Alles in allem überzeugte der diesjährige Neujahrsempfang der Stadt Germersheim als rundum gelungener Auftakt in ein garantiert unvergessliches Jubiläumsjahr 2026.
Weitere Impressionen des Neujahrsempfangs 2026:
Fotos: NVongerichten (5) | SNelles (14) | Stadt Germersheim