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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 31/2026
Klimaschutz
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Klimaschutz in Germersheim

 

Sommersmog

Die Bezeichnung Sommersmog bezieht sich auf erhöhte Ozonwerte im Sommer. Und zwar, wenn die Werte von 180 µg/m³ oder 240 µg/m³ in der bodennahen Luft erreicht werden. In der Fachsprache heißt Ozon Trioxygen. Es handelt sich um sehr reaktiven Sauerstoff in Form von O3-Molekülen, für die menschliche Atmung ist hingegen molekularer Sauerstoff (O2) notwendig.

Die Ozonmoleküle entstehen in der unteren Atmosphäre, der Troposphäre, an heißen, sonnigen Tagen vorrangig in Stadtgebieten, wo Abgase von Autos und Industrie mit Sonnenlicht reagieren. Da die UV-Strahlung der Sonne Moleküle spalten kann, spricht man auch von photochemischem Smog. O3-Moleküle sind als Reizgas stark gesundheitsgefährdend. Empfindliche Personengruppen, u. a. Kinder, Personen mit Vorerkrankungen sowie ältere Menschen sollten sich an Tagen mit sehr hohen Werten möglichst drinnen aufhalten. Die gesundheitlichen Folgen sind vielseitig, wobei gereizte Augen und Schleimhäute sowie Reizhusten zu nennen sind. Da das Ozon-Tagesmaximum an Tagen mit intensiver Sonneneinstrahlung zwischen 14:00 und 17:00 Uhr erreicht wird, ist es ratsam, anstrengende Aktivitäten im Freien in die frühen Morgenstunden zu verlagern und Mittags- sowie Nachmittagssonne zu meiden. Lüften sollte man bestenfalls morgens, wenn die Ozonwerte noch niedrig sind. Insbesondere an heißen Tagen sollte man noch mehr versuchen, auf das Autofahren in Stadtgebieten zu verzichten.

Das Umweltbundesamt (UBA) stellt täglich deutschlandweite Ozon-Prognosen in Kartenform für die Öffentlichkeit bereit unter https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten.