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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 32/2021
Germersheim aktuell
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Der Ausbau des schnellen Internets im Kreis Germersheim geht in die nächste Runde

Der Ausbau des schnellen Internets im Kreis Germersheim geht dank folgender Akteure in die nächste Runde: (v.l.n.r) Ann-Katrin Daflis (Fördermittelberaterin des Projekträgers ateneKom), Gerd Schäfer (Regio-Manager Deutsche Telekom), Landrat Dr. Fritz Brechtel, Erster Kreisbeigeordneter Christoph Buttweiler, Dzevad Corhamzic (Geschäftsleitung Fa. Mawa), Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile und Meyke Florl (Produktionsleiterin Deutsche Telekom). Foto: SMohr I Stadt Germersheim

Spatenstich zum Baubeginn des geförderten Breitbandausbaus in Germersheim

Landrat Dr. Fritz Brechtel, Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile und Gerd Schäfer, Regio-Manager vom Infrastrukturvertrieb Region Südwest der Deutschen Telekom haben die Fortsetzung des kreisweiten Breitbandausbaus in der Stadt Germersheim zur Erschließung der sogenannten „weißen Flecken“ (das sind Gebiete, in denen die Internetgeschwindigkeit unterhalb von 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) liegt und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen geplant ist) in der vergangenen Woche zum Anlass genommen, einen offiziellen Spatenstich durchzuführen. Vertreter*innen des Projektträgers Atene KOM und des Breitbandkompetenzzentrums Rheinland-Pfalz haben ebenfalls am Spatenstich teilgenommen. Im Bereich der Stadt Germersheim und des Ortsteils Sondernheim ist der Anschluss von rund 100 unterversorgten Privathaushalten, mehr als 70 Unternehmen und acht Schulen geplant.

„Wie wir gerade während der Pandemie gesehen haben, ist die digitale Kommunikation über das Internet von besonderer Bedeutung für unsere Gesellschaft, sowohl bei der Arbeit oder in der Schule als auch im Privatleben. Eine leistungsstarke Breitbandverbindung ist daher essentiell und kann nur durch den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes erreicht werden. Es ist unser Ziel, die Digitalisierung in Stadt und Land voranzutreiben“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel. Im Rahmen der kreisweiten Fördermaßnahme sollen bis Ende 2022 in insgesamt 18 Gemeinden mehr als 1.200 Glasfaseranschlüsse hergestellt werden. Die mit der Durchführung des Breitbandausbaus beauftragte Telekom wird hierzu Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 57 Kilometern durchführen und 200 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Außerdem werden im Landkreis 16 Hauptverteiler (PoP-Standorte) und 55 Netzverteiler (NvT) errichtet. Für den Ausbau werden finanzielle Mittel in Höhe von rund acht Millionen Euro aufgewendet. 50 Prozent der Ausgaben werden vom Bund und 40 Prozent vom Land übernommen. Die restlichen Kosten tragen der Kreis und die am Ausbau beteiligten Kommunen.

„Ich freue mich, dass uns auf Initiative des Landkreises auch Landesmittel für den Breitbandausbau zur Verfügung stehen und neben Privathaushalten jetzt auch schlecht versorgte Gewerbegebiete mit Glasfaser ausgebaut werden und mit diesem Förderprojekt zukunftsfähig gemacht werden können. Für mich ist Glasfaser die Zukunft und gehört einfach zur Stadt dazu, gerade wenn es darum geht, dass Gewerbetreibende im Wettbewerb mit vorne dabei sein können. Ich begrüße den Breitbandausbau und werde ihn in allen Bereichen aktiv unterstützen“, so Bürgermeister Marcus Schaile. Am Rande des Spatenstichs sprach der Stadtchef mit Vertretern der Telekom auch über eine Ausweitung des Programms für den gesamten Stadtbereich. Er halte es für äußerst wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger im gesamten Stadtgebiet die Möglichkeit haben, auf Glasfaser zurückgreifen zu können.

Das Förderprojekt beinhaltet ausschließlich die „weißen Flecken“. Vor dem Baustart in der jeweiligen Gemeinde werden die Grundstückseigentümer persönlich angeschrieben und über die Möglichkeit, ihre Immobilie an das Glasfasernetz anschließen zu lassen, informiert. Der Anschluss an das Glasfasernetz ist im Zuge der Fördermaßnahme kostenfrei. Nachdem in Wörth und in Jockgrim mit der Umsetzung des Breitbandausbaus begonnen wurde, werden nun nach und nach die Bauarbeiten in den anderen Gemeinden starten. Die Eigentümer, deren Immobilie sich im Ausbaugebiet befindet, erhalten ein direkt an sie adressiertes Schreiben. Um der Telekom das Recht einzuräumen, die erforderlichen Erschließungsarbeiten auf Privatgrundstücken oder der eigenen Immobilie durchführen zu dürfen, muss ein Herstellungsauftrag über das im Anschreiben genannte Online-Portal gestellt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Beauftragung eines innerhalb des Fördergebietes gelegenen Anschlusses kostenlos. Bei einer späteren Beauftragung des Hausanschlusses müssen unter Umständen die dafür anfallenden Kosten von den Eigentümern übernommen werden. Landrat Dr. Fritz Brechtel appelliert an die Eigentümer, die Chance auf schnelleres Internet zu nutzen.