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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 41/2019
Umweltecke
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EINHEITSBUDDELN

„Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost bis West. Für das Klima. Und für dich und deine Familie. Für unsere Zukunft.“ So beschreibt das Land Schließweg-Holstein, Veranstalter der diesjährigen Festlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die Aktion EINHEITBUDDELN.

Auch Bürgermeister Marcus Schaile hat sich der Aktion EINHEITSBUDDELN angeschlossen und am 2. Oktober einen Japanischen Schnurbaum am Ludwigstor gepflanzt. „Ich finde das ist eine sehr schöne Aktion, Bäume produzieren nicht nur Sauerstoff und binden CO2, sie sehen dabei auch noch gut aus“ sagt Marcus Schaile.

Der Japanische Schnurbaum gilt als Bienennah und als Klimabaum. Das bedeutet, dass der Baum sich zum einen positiv auf die Biodiversität in Germersheim auswirken wird und sich zum anderen an das zu erwartende Klima anpassen kann.

Bäume hatten schon immer symbolischen Charakter. Viele Jahre lang haben uns die Eichensetzlinge auf den Pfennigstücken und die Baumpflanzerin auf den 50 Pfennigstücken begleitet. Sie standen für einen Neuanfang, für die Chance es diese mal besser zu machen, und erinnerten uns an die vielen Frauen, die unsere Wälder nach der Zerstörung durch den zweiten Weltkrieg wieder aufgeforstet haben. Aus den Setzlingen sind Bäume geworden, auch aus denen, die zur Erinnerung an die Wiedervereinigung, auch ein Neuanfang, als „Einheitseiche“ die Marktplätze im ganzen Land zieren. Heute hat sich die Bedeutung der Bäume wieder gewandelt. Sie stehen für Biodiversität, den Kampf gegen den Klimawandel und allgemein für Zukunft. Bäume, dieses Mal ausgewachsene, sind wieder zu einem Symbol für Neuanfang geworden.

Derzeit prüft die Stadtverwaltung Flächen, an denen auch die Bürgerinnen und Bürger Germersheims Bäume pflanzen können. Für jede Pflanzfläche wird eine Liste möglicher Baumarten erstellt, aus der die Germersheimer künftig Bäume auswählen und selbst einpflanzen können. Welche Baumart auf welche Fläche gepflanzt werden darf, richtet sich nach Faktoren wie Bodenart, Helligkeit, Größe des Baumes, Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels und wie sich der Baum in das Stadtbild einfügt.

„Eine alte Tradition besagt, dass jeder Mensch mindesten einmal im Leben ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen soll. Zumindest bei dem Baum können wir da behilflich sein. Darum möchten wir den Germersheimern die Möglichkeit geben, in ihrer Stadt einen Baum zu pflanzen.“ resümiert das Stadtoberhaupt.

Weitere Informationen zu der Aktion „Bürgerbaum“ werden veröffentlicht, sobald die ersten Pflanzflächen frei gegeben werden.

Wer mithelfen möchte, unseren Planeten aufzuforsten, sich aber nicht selbst die Hände dabei schmutzig machen möchte findet unter https://www.crowtherlab.com/get-involved/#support_project eine Liste mit Baumpflanzprojekten, die die Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich empfehlen.

Mehr Informationen zum EINHEITSBUDDELN gibt es unter www.einheitsbuddeln.de