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Germersheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 43/2020
Neues vom Stadthaus
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Bürgermeister Schaile erreicht den Erhalt der Alten Turnhalle

Bürgermeister Marcus Schaile ist sichtlich erleichtert, denn er kann nach umfangreichen Verhandlungen mit dem Investor Jean-Pierre Baron verkünden, „dass das Gebäude der Alten Turnhalle im Hintereck erhalten und eine neue Nutzung erfahren wird.“ Im ursprünglichen Konzept der Baron Equity GmbH war noch vorgesehen, das Gebäude abzureißen und auch dort Stadthäuser zu bauen. Für das Stadtoberhaupt war die beste Option allerdings immer der Erhalt des historischen Gebäudes und genau mit dieser Maßgabe wurde hart um die Alte Turnhalle verhandelt, immer mit dem Risiko, die Gespräche abbrechen zu müssen.

„Es waren zähe Verhandlungen. Ich freue mich, dass wir nun schlussendlich eine Einigung finden konnten, mit dem Ergebnis, dass das Gebäude erhalten bleibt, die Baron Equity GmbH innerhalb des Gebäudes Büroräume einrichtet und diese zunächst in der Unternehmensgruppe nutzt“ führt Schaile aus. Er räumt aber auch ein, dass beide Seiten bezüglich der Erhaltungswürdigkeit der Turnhalle deutlich auseinander lagen, denn der Investor befürchtete hierdurch erhebliche Mehraufwendungen, sah gar die Machbarkeit seines Konzeptes gefährdet. Letztendlich wurde ein Kompromiss auch dadurch ermöglicht, dass sich Baron seinem künftigen Firmensitz in Germersheim verpflichtet sah. „Das freut uns natürlich einerseits sehr, andererseits spiegelt es auch die Erwartung der Stadt Germersheim an Investoren wieder“, so wird Schaile deutlich.

Den immer wieder geäußerten Wünschen nach einer Veranstaltungsfläche für Kunst und Kultur musste sehr schnell auch seitens der Stadt eine Absage erteilt werden, dieses ist gleich aus mehreren Gründen nicht umsetzbar. So hat sich die Nähe zur Wohnbebauung schon bei den temporären Nutzungen der Halle als Problem erwiesen, Konflikte mit der Nachbarschaft würden mit einer solchen dauerhaften Nutzung nur weiter verschärft. Und auch mittlere und kleine Veranstaltungsräume sind in Germersheim ausreichend vorhanden, allein die Stadt kann genug Orte aufbieten, die verschiedenste kulturelle Nutzungen zulassen. „Vereinsheime wie jenes von Interkultur oder Europalz sowie das Straßenmuseum ergänzen das Angebot, da sollte für jede Art der Veranstaltung etwas zu finden sein“, ist sich Schaile sicher.

Abschließend zieht der Bürgermeister ein versöhnliches Resümee: „Dass wir das Gebäude nun wirtschaftlich erhalten können, ist eine hervorragende Lösung, die den Fortbestand der Turnhalle und die Notwendigkeit dringend benötigten Wohnraum für Familien mitten in der Stadt in Einklang bringen.“