Aus dem in die Jahre gekommenen Borntalsportplatz soll in den kommenden Jahren ein moderner und generationenübergreifender Bewegungs- und Begegnungsraum für die Stadtteile Borntal und Jecha entstehen. Mit der Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrages zwischen dem Landratsamt Kyffhäuserkreis und der Stadt Sondershausen hat das Projekt „Bürgerpark Borntal“ nun eine verbindliche Grundlage erhalten.
Der Erbbaurechtsvertrag regelt die Nutzung des ehemaligen Schulsportplatzes für die kommenden 25 Jahre und bildet den Kern der städtischen Entwicklung des Geländes. Mit Unterzeichnung geht der Besitz auf die Stadt über. Er endet am 31. Dezember 2050.
Der ehemalige Schulsportplatz war seit geraumer Zeit nicht mehr offiziell in Nutzung und wurde entsprechend auch nicht gepflegt. Die Folgen waren deutlich sichtbar: Die Rasenflächen waren stark beschädigt und nicht mehr bespielbar, die Tartanbahn durch Wurzelhebungen teilweise zerstört und viele der ursprünglichen Sportanlagen, darunter die Weitsprunggrube, die Laufbahn und die Kugelstoßanlage, waren nicht mehr nutzbar.
Trotz dieser Einschränkungen wurde das Gelände weiterhin informell genutzt, unter anderem von Läuferinnen und Läufern. Aufgrund der Sanierung der Grundschule Hohenebra und dem damit verbundenen Umzug der Schülerinnen und Schüler in das Gebäude der Privaten Fachschule für Wirtschaft und Soziales, wird der Platz seit dem 1. August 2025 für die Dauer von zwei Jahren für den Schulsport der Grundschüler genutzt, sodass eine zeitnahe Ertüchtigung der Fläche notwendig war.
Um das Areal sowohl für den Schulsport also auch für die Bürger nutzbar zu machen, wurde die Tartanfläche verkleinert, um Raum für eine multifunktionale Ballsportfläche mit Bereichen für Fußball und Basketball zu schaffen. Gleichzeitig wurde die Laufbahn vollständig erneuert und das Beachvolleyballfeld wiederhergestellt. Es erfolgte eine umfassende Aufwertung der Rasenflächen, um perspektivisch Kleinfeld-Fußball zu ermöglichen.
Das Gelände soll uneingeschränkt der Öffentlichkeit als Bewegungs- und Begegnungsfläche zur Verfügung stehen. Aufgrund der Nähe zur Diakonie und der demografischen Entwicklung sollen zudem seniorengerechte Bewegungsangebote geschaffen werden, die das Gesamtkonzept sinnvoll ergänzen.
Der Elefant: Tradition trifft auf zeitgemäßen Spielspaß
Besondere Bedeutung hat die geplante Verlegung des traditionsreichen Spielplatzes „Elefant“ auf die neue Freifläche. Für den neuen Spielplatz ist ein hochwertiger Abenteuerspielplatz aus Robinienholz vorgesehen, der sich optisch an das historische Vorbild anlehnt.
Der Umzug bietet zahlreiche Vorteile: Die neue Fläche ist über das Zugangstor an der Albert-Kuntz-Straße sehr gut erreichbar und das ebene Gelände vereinfacht sowohl Bau als auch spätere Pflege. Die Nähe zur Kindertagesstätte „Anne Frank“ schafft wertvolle Synergien. Zudem ist der Borntalsportplatz für die Bewohner aus Jecha gut erreichbar und verbessert auch für sie das Freizeit- und Erholungsangebot.
Die Kosten von rund 180.000 Euro für den neuen Spielplatz sind im Haushalt eingeplant; im Haushalt 2026 werden 200.000 Euro bereitgestellt.
Der Vertrag definiert, welche Aufgaben Stadt und Landkreis übernehmen. Während der Nutzung durch die Grundschule bleibt der Kyffhäuserkreis für den Harttartanbereich mit Fußballtoren und Basketballkörben verantwortlich und übernimmt auch dessen Pflege. Nach Abschluss der Schulnutzung gehen diese Verpflichtungen vollständig auf die Stadt Sondershausen über. Der jährliche Erbbauzins ist symbolisch festgelegt: Er beträgt einen Euro und wurde einmalig für die gesamte Laufzeit in Höhe von 25 Euro gezahlt.
Am 27. November informierte die Stadtverwaltung im Stadtrat über den Stand der Bauarbeiten. Das Landratsamt hat inzwischen die Weitsprunganlage und die Harttartanfläche ausgebessert, die Laufbahn verkleinert und alle sportlich relevanten Anlagen für den Schulsport gesichert. Die Stadt hat das Beachvolleyballfeld erneuert, Rasenflächen neu angelegt und die Laufbahn saniert. Die Basketballkörbe sowie das Volleyballnetz werden über die Wintermonate sicher eingelagert und im Frühjahr montiert.
Der Zugang zum Gelände wird im Jahr 2026 fertiggestellt. Die Stadt kommt damit den im Erbbaurechtsvertrag festgelegten Fristen nach.
Langfristig möchte die Stadt die Bürgerschaft stärker in die Gestaltung einbeziehen. Geplant ist eine Bürgerbefragung, um zu ermitteln, welche zusätzlichen Angebote gewünscht werden - etwa seniorengerechte Bewegungsräume oder Sportangebote für Menschen mit Behinderung.
Mit dem Bürgerpark Borntal entsteht ein vielseitiger, öffentlich zugänglicher Raum, der die Lebensqualität im Borntal nachhaltig erhöht. Das Projekt vereint Sport, Spiel, Begegnung und soziale Sicherheit und schafft damit einen familienfreundlichen Anziehungspunkt für alle Generationen. Die Fertigstellung ist schrittweise bis zum Jahr 2027 vorgesehen.