In der folgenden Woche werden uns die Eisheiligen überraschen - oder auch nicht. Die Eisheiligen sind vier Heilige, verehrt in der katholischen Kirche zwischen dem 12. und 15. Mai. Sie waren einst gefürchtete Frostnächte, heute sorgt die Erwärmung der Erde dafür, dass sie nicht mehr mit Maifrösten auffallen, weshalb sie in Vergessenheit geraten.
An diesen Tagen traten früher auffallend häufig Frost, Regen, Wind und Unwetter auf und konnten einen Teil des jungen Frühlings verderben. Die vier Tage sind: Pankratius, 12. 5., Servatius, 13.5., Bonifatius, 14.5, und schließlich der Tag der heiligen Sofie am 15.5.
In einigen Gegenden des Saarraumes zählten noch im 19. Jahrhundert die Bauern den Tag des Heiligen Mamertus am 11. Mai als fünften Eisheiligen dazu.
Die Tage fielen in der Regel auf Zeiten in der Kreuzwoche, also alter Bitttage, sodass spezielle Bräuche zusätzlich nicht üblich waren.
Die kalte Sophie, die einige weibliche Person an diesen Tagen, fand besondere hohe Beachtung. Sie war nicht nur das Ende der Tage der Eisheiligen, verbunden mit der Hoffnung auf Wiederkehr wärmerer Tage, ihr Tag etwas den Bauern und Gartenliebhabern. Nach diesem Tag konnte auch die Schafschur beginnen. Zu den beliebtesten Bauernsprüchen zur Kalten Sophie hieß es:
Des Maien Mitte
hat für den Winter noch eine Hütte.
Doch ist die Mitte dann vorbei,
kommt erst der richt´ge Mai.
Und den warmen Mai wünsche ich allen Leserinnen und Lesern,