Wir besitzen heute in unseren Wohnungen eine hygienische Toilette, häufig eine zusätzliche im Bad. Sie besitzt sowohl einen Wasseranschluss als auch einen Abwasseranschluss und wir können uns kaum noch vorstellen, wie es einst in den Haushalten der Vorfahren war.
Bekannt sind die Klohäuschen hinter dem Haus mit direktem Jaucheanschluss, doch es gab auch Stühle aus Holz mit einem Nachttopf, die in der Küche benutzt werden konnten. Diese waren besonders beliebt in Bergmanns- und Arbeiterfamilien. Der Gang ins Klohäuschen vor dem Weg zur Schicht war den Arbeitern zu lästig, Deshalb benutzen sie einen Hocker mit einem runden Einschnitt und darunter dem Nachttopf.
Der Klohocker stand in der Regel in den Arbeiterküchen in einer Ecke, der Nachttopf meistens im Flur. Bergleute berichteten gerne, dass sie diesen Gang vor der Ankunft des Grubenbusses bevorzugten, vor allem, weil die Hausfrau den Topf anschließend in den Garten trug.
Noch vor dem letzten Krieg wurden diese Hocker aus den Haushalten entfernt. Für Museen war es in den letzten Jahren schwer, noch ein Exemplar zu entdecken, um es als Ausstellungstück übernehmen zu können. Im Rubenheimer Museum ist eine kleine Sammlung zu bewundern, wie auch das abgebildete Beispiel zeigt.