Ein in ganz Deutschland weit verbreiteter Flurname, teils amtlich, teils im Volksmund erhalten, ist die Hohl, häufig ergänzt durch -garten, -weg, -brunnen und ähnliche Lokalhinweise.
In Rubenheim gibt es einen Straßennamen "Hohl", einst eine enge Gasse mit dem Namen "Alschbacher Hohl". Dabei ist der Zusatzname Alschbacher nur indirekt auf das gleichnamige Dorf zurückzuführen. Der Rubenheimer Name Hohl war ein älterer. Er wurde neu benannt, als Leute aus dem Dorf Alschbach in dieser Straße als erstes ein großes Haus bauten. Heute ist es wieder einfach nur die Hohl.
Zwei weitere Örtlichkeiten namens Hohl befinden sich in Medelsheim. Einst gab es eine Waldlage "in der kleinen Hohl" am Gersheimer Fußpfad. Es handelte sich dabei um einen Weg durch eine enge Schlucht bzw. ein enges kurzes Tal.
Und das Dorf kannte auch noch einen Hohlgarten, Er liegt südlich des Hohlweges und soll an diesen erinnern.
Derartige Hohlfluren sind häufig aus Hohlwegen zu erklären. Doch es existieren in einigen Fluren auch weitere Bezeichnungen, die heute kaum noch erklärbar sind. So gibt es in ganz Deutschland auch Hohlbrunnen, und die befinden sich nicht etwa neben einem Hohlweg oder in einer Schlucht und sie sind auch keine tiefen Brunnenlöcher, also sprachlich mit Höhle verwandt. Hohlbrunnen waren solche, die einst Hollerbrünnchen hießen. Mit diesem Namen eng verbunden war die einst noch lange und hoch verehrte gallogermanische Göttin Holda, in unserer Mundart "Holle" genannt. Das Rubenheimer "Hollerbrinnche" war sogar ein Kindchesbrunnen, den die Gemeinde Rubenheim in der Mitte der 1960er Jahre vernichtete, weil das ein "heidnischer" Ort sein sollte. Dieser Brunnen befand sich hinter dem Rohrentalweiher. Die Quelle suchten und fanden vor einigen Jahrzehnten Rubenheimer Bergleute und bauten den "Münchhausenbrunnen" hinter dem Weiher. Der Name Hollerbrinnche ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten.
Flurnamen haben häufig eine jahrhundertealte Geschichte, die in Vergessenheit geriet.