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Wetzlarer Stadtteilnachrichten
Ausgabe 13/2026
Mitteilungen des Magistrates
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Freiwillige Feuerwehr Wetzlar

Gefahrstoffeinsatz

Am Montagabend kam es im Güterbahnhof Wetzlar-Garbenheim zu einem umfangreichen Gefahrstoffeinsatz. Aus einem Kesselwagen trat ein nicht brennbarer, jedoch ätzender und giftiger Stoff tröpfchenweise aus. Dabei handelte es sich um Fluorwasserstoffsäure.

Die Leckage konnte durch den Einsatz der Drohne der Feuerwehr Wetzlar bestätigt und im weiteren Verlauf durch speziell ausgerüstete Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen lokalisiert sowie zunächst abgedichtet werden. Trotz des auf den unmittelbaren Bereich des Waggons begrenzten Gefahrenradius bestand aufgrund der Stoffeigenschaften eine erhebliche Gefährdung für die eingesetzten Kräfte.

Zur fachlichen Unterstützung wurde das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) hinzugezogen. Da ein erneuter Stoffaustritt nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde entschieden, den Inhalt des Kesselwagens kontrolliert abzupumpen. Diese Maßnahme wurde durch spezialisierte Kräfte der Werkfeuerwehr Infraserv Höchst vorbereitet und aus Sicherheitsgründen auf die Durchführung am Dienstagmorgen bei Tageslicht verlegt.

Während der Nacht verblieben mehrere Einsatzkräfte sowie eine Drohnenstaffel an der Einsatzstelle, um die Dichtigkeit des Waggons kontinuierlich zu überwachen. Messungen im Umfeld des Wagens verliefen unauffällig.

Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.

Aufgrund der Gefahrenlage und zum Schutz der Einsatzkräfte wurde der Bahnverkehr zwischen Wetzlar und Gießen vorübergehend vollständig eingestellt. Der Einsatz dauerte bis in die späten Dienstagabendstunden.

Pumparbeiten sind erfolgreich abgeschlossen worden. Zwischenzeitlich wurden Messkontrollen durchgeführt, diese waren unauffällig. Derzeit laufen die Aufräum- und Abbauarbeiten.