Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei und der Verkehrswacht warben vor der Albert-Schweitzer-Schule für einen Schulweg ohne Auto (Foto: Kobü Mobilitätswende)
Einen Aktionstag gegen „Elterntaxis“ haben die Stadtpolizei Wetzlar, der Schutzmann vor Ort, die Verkehrswacht und das städtische „Koordinationsbüro Mobilitätswende“ am Montag, 13. April, an der Albert-Schweitzer-Schule (Grundschule) in Wetzlar-Büblingshausen durchgeführt. Unter dem Motto „Ich schaff das alleine“ wurde bei Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in der Wiesenaue absetzten, dafür geworben, die Kinder zu Fuß zur Schule gehen oder mit dem Fahrrad fahren zu lassen, denn weniger Autoverkehr rund um die Schule bedeute mehr Sicherheit für die Kinder. So erklärt die Deutsche Verkehrswacht: Was vielen Eltern nicht bewusst ist: Die Fahrt mit dem Auto ist nicht sicherer, sondern birgt zusätzliche Gefahren. Auch deshalb, weil ankommende und abfahrende Autos vor Schulen jeden Morgen für ein Verkehrschaos sorgen. Zudem schränkt das Elterntaxi den Radius der Kinder für eigene Erfahrungen ein und hält sie in Unselbständigkeit. Deswegen ist die bessere Alternative, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die sichere Verkehrsteilnahme im Straßenverkehr üben. Gehen Kinder zu Fuß zur Schule oder kommen mit dem Fahrrad, sinkt die Unfallgefahr und der Schulbereich wird übersichtlicher. Außerdem lernen Kinder, sich im Straßenverkehr selbständig zurechtzufinden. „Der sicherste Schulweg ist der, den Kinder eigenständig und aufmerksam gehen“ - Schritt für Schritt zu mehr Selbstständigkeit, mehr Sicherheit im Straßenverkehr und mehr Selbstvertrauen im Alltag, erklärt dazu Wetzlars Umwelt- und Mobilitätsdezernentin Andrea Biermann (Grüne). Die morgendliche Situation an der Albert-Schweitzer-Schule zeigt sich ähnlich auch an den anderen Schulen in Wetzlar.