Am späten Samstagnachmittag des 2. Mai um 17:25 Uhr wurden wir zu einem Balkon/Terassenbrand gerufen. Auf der Anfahrt war aber bereits das Ausmaß weitaus größer zu sehen. Das Feuer breitete sich rasant von der Terrasse ins Gebäudeinnere und schließlich bis in den Dachstuhl aus. Zwei Wohnhäuser standen in Vollbrand. Glücklicherweise waren alle Anwohner beider Wohnhäuser des Reihenhauses bereits aus ihren Häusern draußen.
Die Treppenhäuser waren sofort nicht mehr sicher begehbar, was einen Innenangriff bis zum Dachbereich unmöglich machte. Ein Durchzünden des Dachstuhls erforderte einen massiven Außenangriff über Drehleiter und Teleskopmast.
Insgesamt über 100 Helfer aller Organisationen (90 Feuerwehreinsatzkräfte von 9 Einsatzabteilungen) kämpften gegen die Flammen.
Dank unserer Drohnenstaffel konnten versteckte Glutnester per Wärmebildkamera aufgespürt und gezielt mit Löschschaum bekämpft werden. Während die Einsatzabteilungen Blasbach und Münchholzhausen die Brandwache und Ausleuchtung über Nacht übernahmen, leisteten die hauptamtlichen Kräfte eine Sonderschicht: über 40 Atemschutzgeräte und auch Einsatzkleidung wurden noch in der Nacht gereinigt und für den nächsten Einsatz bereitgemacht...
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über Radiodurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Nauborner Straße blieb während der gesamten Löscharbeiten voll gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen im Individualverkehr sowie im ÖPNV führte.
Wir möchten auch nochmal daran erinnern, dass Passanten und Zuschauer, Absperrungen unbedingt zu respektieren und die Einsatzstellen nicht eigenmächtig zu betreten, um die eigene Gesundheit nicht durch Brandgase zu gefährden. Leider mussten wir auch diesmal feststellen wie Passanten sogar mit Kleinkindern die Absperrungen passierten.
Die Bewohner sind glücklicherweise unverletzt und kamen bei Bekannten unter. Die Gebäude sind aktuell nicht sicher begehbar und verfügen über ein polizeiliches Betretungsverbot. Am Montag wird die Kripo die Brandursache ermitteln.
Wir konnten um um 00:20 Uhr der Leitstelle „Feuer aus“ melden. Der Einsatz war für die Feuerwehr um 6:00 Uhr beendet.
Noch in der Nacht haben hauptamtliche Kräfte eine Sonderschicht eingelegt um Atemschutzgeräte einsatzbereit zu machen und Brandschutzkleidung zu reinigen. Insgesamt wurden 40 Atemschutzgeräte benötigt.